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Vorausschauend handeln – sicher in die Zukunft: Klimaanpassungsstrategie im Kreis Warendorf

Foto: Stadt Telgte

Der Kreis Warendorf lädt interessierte Bürgerinnen und Bürger und alle Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung zur Abschlussveranstaltung des integrierten Klimaanpassungskonzepts ein.

Die Veranstaltung findet am Donnerstag, 19. März 2026, um 18:00 Uhr im Bever-Forum (Sitzungssaal Rathaus Ostbevern) statt und bildet den Abschluss eines mehrmonatigen und komplexen Beteiligungs- und Entwicklungsprozesses.

Ab 10:00 Uhr werden außerdem interaktive Informationsständen vor der Kirche St. Ambrosius, parallel zum Wochenmarkt, stehen. Das Infomobil des Hochwasser­KompetenzCentrum e.V. (HKC) informiert dort über Hochwasserschutz und Starkregenvorsorge. Zudem können sich Bürgerinnen und Bürger am Bevölkerungsschutzmobil vertieft zu den Themen Eigenvorsorge und Bevölkerungsschutz informieren. Ebenfalls mit dabei sind die Klimaanpassungsmanager des Kreises.

Den Abschluss des Programms bildet eine Abendveranstaltung mit Podiumsdiskussion, Konzeptvorstellung und einem Fachvortrag von Reinhard Vogt vom Hochwasser-Kompetenz-Centrum e. V., auch bekannt als der „Hochwasserpapst“. Einlass ist ab 17:30 Uhr im Bever-Forum.

Zu Beginn werden die wesentlichen Ergebnisse des Konzepts vorgestellt und hinsichtlich ihrer Bedeutung und Konsequenzen diskutiert. Anschließend informiert der Referent des HKC zum Thema Eigenvorsorge an Gebäuden und gibt praxisnahe Hinweise zum Schutz vor Hochwasser und Starkregen.

Um Anmeldung bis zum 18. März 2026 über das Beteiligungsportal NRW wird gebeten.

Strategien zum Umgang mit Folgen des Klimawandels

Mit dem integrierten Klimaanpassungskonzept hat der Kreis Warendorf gemeinsam mit neun kreisangehörigen Kommunen Strategien erarbeitet, um sich vorausschauend auf die Folgen des Klimawandels einzustellen. Dazu zählen insbesondere Maßnahmen zum Umgang mit zunehmenden Hitzebelastungen, Starkregenereignissen und Hochwasser. Ziel ist es, Risiken frühzeitig zu erkennen, Vorsorgemaßnahmen zu stärken und die Widerstandsfähigkeit von Kommunen, Infrastruktur und Bevölkerung langfristig zu erhöhen. 

Das Jahr 2023 verdeutlichte diese Instabilität: Während ein zu nasses Frühjahr die Aussaat verzögerte, sorgte die anschließende Sommerdürre für erheblichen Stress bei den Kulturen. Dies traf vor allem den Mais, der als Tiefwurzler zwar als robust gilt, aber während der kritischen Blütezeit im Juli unter Wassermangel litt, was vielerorts zu kümmerlichem Kolbenansatz und massiven Ertragseinbußen führte. 

Angesichts zunehmender Extremwetterereignisse arbeitet in Telgte der Abwasserbetrieb TEO zur Starkregenvorsorge für die Risiken durch Überflutung und Rückstau. Da die öffentliche Kanalisation extreme Wassermassen technisch nicht vollständig fassen kann, liegt der Fokus auf praktischen Leitfäden zur Eigenvorsorge und baulichen Objektschutzmaßnahmen für Immobilieneigentümer.

Durch gezielte resiliente Stadtgestaltung, sollen Maßnahmen umgesetzt werden, die den Schutz von vulnerablen Gruppen, der öffentlichen Struktur sowie Natur und Wirtschaft sicherstellen.

Foto: Stadt Telgte