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Warendorfs Bürgermeister Peter Horstmann schlägt Bewerbung für die Landesgartenschau 2026 vor

Foto: Beforth

(Warendorf). Für die Stadt Warendorf kommt wieder Bewegung in die seit vielen Jahren zur Diskussion stehende Nachnutzung der Industriebrache Brinkhaus. Bürgermeister Peter Horstmann hat seine Absicht erklärt, dem Rat der Stadt Warendorf die Bewerbung für die Ausrichtung der Landesgartenschau 2026 vorzuschlagen.

Für die zeitnahe Realisierung der beiden großen Entwicklungsprojekte „Industriebrache Brinkhaus“ und „Neue Ems“ könnte die Landesgartenschau eine beschleunigende Wirkung haben, hofft Bürgermeister Horstmann. In einem ersten Gespräch im Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz wurde in diesem Zusammenhang auch über das anstehende 200-jährige Gestütsjubliäum im Jahr 2026 und dessen mögliche Integration in eine Landesgartenschau gesprochen.

Als zwingende Voraussetzungen für eine erfolgreiche Bewerbung für die Landesgartenschau nennt der Bürgermeister eine breite Zustimmung aus Bürgerschaft und Politik sowie die sichere Verfügbarkeit der benötigten Flächen rund um das Brinkhaus-Gelände. Dafür legt Bürgermeister Horstmann als Diskussionsgrundlage einen „Bürgermeistervorschlag“ vor, den er als Fortschreibung der im Juni 2020 vom damaligen Rat beschlossenen „Warendorfer Position“ begreift. So basiert dieser Entwurf auf den damals schon einstimmig beschlossenen Ideen: Dazu gehören die Umsetzung eines öffentlichen Stadtplatzes mit Gastronomieangeboten, eine Uferpromenade sowie die Errichtung eines Beherbergungsbetriebs, wie zum Beispiel eines Hotels oder einer Jugendherberge. Der Vorschlag greift aber gleichzeitig auch die in den letzten Monaten immer wieder formulierten Wünsche aus der Bevölkerung auf. Mit einer deutlichen Erweiterung des öffentlichen Grünanteils im Norden würde der Emsseepark erheblich vergrößert und aufgewertet werden. Auch die Erhaltung der denkmalgeschützten Fassade der Verwaltung, des Pförtnerhauses und der Wagenhalle sind Bestandteil des neuen Vorschlags. Die für Wohnbebauung vorgesehenen Bereiche sollen unter Einbeziehung des sozialen Wohnungsbaus weiterhin berücksichtigt werden.

In Vorgesprächen mit dem Bürgermeister haben die Grundstückseigentümer signalisiert, eine Bewerbung der Stadt Warendorf zur Ausrichtung der Landesgartenschau 2026 durch die verbindliche Bereitstellung der benötigten Flächen zu unterstützen.

Bürgermeister Horstmann hatte die Fraktionssprecher des Rates bereits am Montag über seine Vorschläge unterrichtet. Auch der Arbeitskreis Emsinsel ist über die neuen Entwicklungen informiert.

Peter Horstmann hat für die nächsten Schritte einen straffen Zeitplan vor Augen: Am 11. März wird der „Bürgermeistervorschlag“ als fortgeschriebene „Warendorfer Position“ im Stadtentwicklungsausschuss vorgestellt. Für die darauffolgende Sitzung dieses Fachausschusses im April erarbeitet die Verwaltung Beschlussvorlagen für die „Bewerbung Landesgartenschau“ sowie für die neue, fortgeschriebene „Warendorfer Position“. Damit könnte der Rat in seiner Sitzung im Mai sowohl über die neue „Warendorfer Position“ als auch über die Bewerbung zur Landesgartenschau zum 1.11.2021 entscheiden. Von Mai bis Oktober erfolgt dann bei entsprechender Beschlusslage die Erarbeitung der Bewerbungsunterlagen unter der breiten Beteiligung der Bürgerschaft, der Institutionen und der Politik. Schließlich würde die Bewerbung fristgerecht zum 1. November 2021 im Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz eingereicht.

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