Kolpingsfamilie Milte erkundet auf zweitägiger Radtour den Teutoburger Wald und das Osnabrücker Land.
Bei herrlichem Herbstwetter starteten am Samstagmorgen 16 Teilnehmer zu ihrer zweitägigen Wochenend-Fahrradtour. Ziel war der Teutoburger Wald rund um Halle (Westf.) – doch auf dem Weg dorthin warteten zahlreiche interessante Begegnungen, kulinarische Entdeckungen und besondere Ausblicke.
Die erste Etappe führte vorbei an einer Bisonfarm und dem Dreiländereck zum Bauernhof Buddendieck in der Bauerschaft Bad Laer. Dort berichtete Benno Buddendieck anschaulich über die Entwicklung seines Betriebes. Aus einem Schweinemast- und Aufzuchtbetrieb entstand in kürzester Zeit ein moderner Hühnerbetrieb mit regionaler Direktvermarktung und zahlreichen Lieferungen an Einzelhandelsmärkte in der Region.
Bei einem Rundgang konnten sich die Radfahrer einen Eindruck vom Betrieb verschaffen. Neben Eiern werden dort unter anderem auch Nudeln und Eierlikör hergestellt. Eine Kostprobe des Eierlikörs durfte natürlich nicht fehlen. Auch die Geschichte, wie der Hokkaidokürbis seinen Weg auf den Hof fand und welche besonderen Erlebnisse damit verbunden waren, sorgte für interessanten Gesprächsstoff.
Anschließend ging es weiter zum Büffelhof Lückebergfeld in Bad Rothenfelde. Laura Strothmann erzählte, wie sie durch die Landjugend und das Fernsehen auf die Haltung von Wasserbüffeln aufmerksam wurde. Inzwischen versorgt sie bereits mehr als 25 Tiere. Natürlich durfte auch hier eine Kostprobe nicht fehlen: Das besonders zarte und aromatisches Fleisch der Wasserbüffel konnten die Teilnehmer selbst probieren.
Über Dissen führte die Route anschließend nach Borgholzhausen zum stimmungsvollen Piumer Kartoffelmarkt. Ein Besuch im Café Schulze mit seinen bekannten Lebkuchenspezialitäten und Kuchen durfte dabei selbstverständlich nicht fehlen.
Danach wartete der Teutoburger Wald. Die Strecke führte durch die herbstlich gefärbte Landschaft bis nach Halle, wo die erste Tagesetappe endete.
Am Sonntag stand ein besonderer Programmpunkt noch auf dem Plan: eine Führung durch die Heristo-Arena, die ehemalige Gerry Weber Arena. Trotz der an diesem Wochenende stattfindenden Davis-Cup-Spiele nahm sich Udo Kleine Zeit für die Gruppe. Seit mehr als 30 Jahren ist er als Veranstaltungsleiter und Sicherheitschef in der Arena tätig und konnte deshalb viele spannende Geschichten und Hintergrundinformationen vermitteln.
Die Teilnehmer erfuhren viel über die Anfänge und den Aufbau der Arena, die zahlreichen Veranstaltungen und natürlich über den besonderen Rasen. Dieser wird nur einmal im Jahr in der Arena verlegt. Auch von besonderen Begegnungen aus seiner langjährigen Tätigkeit wusste Udo Kleine zu berichten. Eine davon war der Besuch des ehemaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl.
Danach ging es dann wieder auf die Fahrräder. Über den Aussichtspunkt Kaffeemühle, vorbei am Skulpturenpark und durch den Tatenhauser Wald führte die Route weiter nach Laibach mit seinen Wasserfällen. Auch das Wasserschloss Tatenhausen und Schloss Holtfeld lagen auf der abwechslungsreichen Strecke, bevor die Gruppe Versmold erreichte.
Bei Kaffee und Kuchen konnten sich die Radfahrer noch einmal stärken. Insgesamt legte die Gruppe an den beiden Tagen mehr als 100 Kilometer zurück und bewältigte dabei zahlreiche Höhenmeter. Zum Abschluss führte die Tour zum Feldmarksee in Sassenberg.
Dort waren sich alle Teilnehmer einig: Die abwechslungsreiche Tour hatte nicht nur sportlich einiges zu bieten, sondern hinterließ auch viele besondere Eindrücke. Landwirtschaftliche Betriebe, kulinarische Spezialitäten, interessante Geschichten, Kultur und wunderschöne Herbstlandschaften machten die zweitägige Fahrt zu einem rundum gelungenen Erlebnis.
Ein besonderer Dank gilt Ewald Wiesmann, der die Tour mit viel Engagement geplant und organisiert hatte. Nach zwei erlebnisreichen Tagen waren sich alle Teilnehmer sicher: Die Vorfreude auf die nächste gemeinsame Fahrradtour ist bereits groß – und die Frage, wohin es im kommenden Jahr gehen wird, bleibt noch spannend.

Foto: Kolping Milte
