Heiße Konzertprobe des Chores „SOUND AND SPIRIT“

Sassenberg. Es war der heißeste Tag der Woche mit über 30 Grad Celsius im Schatten. Auch am Abend im Evangelischen Gemeindehaus war es noch schwül warm trotz geöffneter Fenster regte sich kein Lüftchen. Die Sängerinnen und Sänger des erweiterten Chores „SOUND AND SPIRIT“ lassen sich davon nicht beeinflussen. Völlig konzentriert, vertieft in ihre Notenbücher, trotzdem Blick und Ohr auf den Chorleiter Klaus Scheidweiler gerichtet, beachten sie seine Anweisungen. Und er kennt keine Gnade. Jeder Ton, jede Abstufung in der Melodieführung wird ausgefeilt – wenn es sein muss ein, zwei oder dreimal wiederholt. Es darf keine Verzerrung in Rhythmus und Harmonik der Komposition geben. „Den exakten Dreiklang müssen wir ins Ohr bekommen“. Scheidweiler lächelt nach dem dritten Mal: „Das klang ja schon sehr gut“.

Die Chormitglieder wischen sich die Stirn. Viele Proben bis zur Aufführung des Konzertes bleiben nicht mehr. Trotzdem wissen alle: Wir schaffen es. Schließlich sind die Sängerinnen und Sänger der zusammengelegten Chöre keine Anfänger. Die Mitglieder des aufgelösten Pfarrcäcilienchores Sassenberg haben sich mit dem Chor „SOUND AND SPIRIT“ zusammengeschlossen und bilden nun gemeinsam einen ausgewogenen, leistungsorientierten Klangkörper.

Neben der Hauptaufgabe, die Musik der Liturgie an Sonn- und Feiertagen in St. Johannes zu gestalten, wird die Chorarbeit auch ein gelegentliches Singen im evangelischen Gottesdienst einschließen. Gleich an diesem Wochenende wird es mehrere Choreinsätze geben: am Samstag (18.) im Gottesdienst um 17 Uhr in St. Johannes Evangelist und am Sonntag (19.) um 10 Uhr in der evangelischen Gnadenkirche.

Die Proben, die zurzeit laufen, sind auf das Konzert am 20. November ausgerichtet. Diesen Termin sollten sich alle Freunde anspruchsvoller Chormusik in den Kalender schreiben. Es werden Werke zeitgenössischer Komponisten aufgeführt, gemeinsam mit den in Sassenberg bekannten Solisten Claudia Lawong, Sopran und Hartwig Schlifka, Bass. Am Klavier Thomas Walczak, und ein 15-köpfiges Orchester, bestehend aus einer Streicherbesetzung und vier Holzbläsern.

Auf dem Programm stehen Psalm 24, den Gregor Westekemper aus Telgte vertont hat. Den Psalm 90, in einer textlichen Bearbeitung von Hans-Dieter Hüsch, hat Klaus Scheidweiler der choralartig komponierten isländischen Nationalhymne unterlegt. Der bekannte Text Dietrich Bonhoeffers „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ hat er nach einer eigenen Vertonung für die Orchesterbesetzung, Chor und Solo neu arrangiert.

Antonin Dvoraks „Biblische Lieder“, ein zehnteiliger Zyklus kurzer Bibelzitate, sind ein weiterer Höhepunkt des Konzertes. In einer Version für Solo und Klavier, teilen sich die Solisten des Abends diesen Programmpunkt in zwei Vorträgen.

Das Te Deum von John Rutter, ebenfalls wieder von Scheidweiler für Streicher, Holzbläser und gemischten Chor arrangiert, bildet den glanzvollen Abschluss des Konzertes.

 

„Konzert zu Christkönig“ Sonntag, 20. November 2016,

17 Uhr, St. Johannes Evangelist, Sassenberg

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