Wärme aus dem Untergrund wird angezapft – Erdwärme-Bohrung im Baugebiet In de Brinke gestartet

Dem aufmerksamen Beobachter werden die roten Spezialbagger im Baugebiet „In de Brinke“ schon aufgefallen sein. Nachdem in den vergangenen Tagen die Erdwärme-Bohrungen zunächst gründlich vorbereitet wurden, haben nun die eigentlichen Bohrungen begonnen.

Bis zu 150m Tiefe wird die Spezialfirma aus Bielefeld etliche Sonden absenken, um die mit der Tiefe zunehmende Wärme (Geothermie) über Wärmetauscher und Rohrsysteme in das Nahwärmenetz zu leiten. Zusätzlich wird in geringer Tiefe ein rund 5km langes Sammelsystem (Grabenkollektoren) angelegt. Zusammen sollen diese beiden Wärmesammelsysteme zukünftig alle entstehenden Anschlüsse für die Neubauten versorgen können.

Die aus dem Untergrund gewonnen Wärme wird mit einer Temperatur zwischen 4-20°C durch das Nahwärmenetz geleitet und in den angeschlossenen, gut gedämmten Häusern über Wärmepumpen auf die Zieltemperatur gebracht. Diese Wärmeverdichtung (in umgekehrter Richtung wie beim Kühlschrank) wird durch den Einsatz von Ökostrom erreicht. Schon in wenigen Monaten soll das Nahwärmenetz einschließlich Technikzentrale stehen, um dann die ersten fertigen Neubauten im ersten Bauabschnitt klimaneutral zu versorgen.

Wie lange die Bohrungen dauern hängt davon ab, ob der Untergrund noch unerwartete Überraschungen bietet. Projektleiter Tobias Ahlers von den Stadtwerken Warendorf plant, in vier Wochen die Bohrungen abschließen zu können.

Weitere Informationen

Zum Baugebiet auf den Seiten der Stadt Warendorf (www.warendorf.de) sowie der Stadtwerke Warendorf (www.stadtwerke-warendorf.de )

Bild: Stadt Warendorf

 

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