Von Widerstand bis Anpassung – Warendorfer Gymnasiasten besuchen das Widerstandsmuseum in Amsterdam

Die Niederlande sind von Nazideutschland besetzt – Wie reagierst du? Anpassen, mitmachen oder widersetzen?!

Dieser Fragestellung begegneten die 83 Schüler der vier Niederländischkurse der Qualifikationsstufe 1 des Augustin-Wibbelt-Gymnasiums und des Gymnasium Laurentianum schon zur Begrüßung im Verzetsmuseum (Widerstandmuseum) in Amsterdam. Wie sich Niederländer zu dieser unwirklichen und fürchterlichen Zeit verhalten haben, welche Entscheidungen sie treffen mussten und wie sich die vertraute Gesellschaftsordnung und das gewohnte Leben einschneidend veränderten, waren die zentralen Themen der eintägigen Exkursion unter der Leitung der Niederländisch-Lehrerinnen Martina Beuting, Niederländischlehrerin am Laurentianum, und Katrin Rippolz, Niederländischlehrerin am Augustin-Wibbelt-Gymnasium.

Bereits um 6 Uhr machten sich die Schüler, die seit beinahe 2 Jahren am AWG oder Laurentianum Niederländisch lernen, auf den Weg nach Amsterdam. Im Verzetsmuseum angekommen wurden die Schüler mittels eines kurzen Filmbeitrages für die zentrale Fragestellung nach den Entscheidungsmöglichkeiten während des Zweiten Weltkrieges sensibilisiert. Im Anschluss konnten die Schüler das Museum auf eigene Faust erkunden.

Ergänzend wurden geschichtsträchtige Orte, Gedenkstätten und Mahnmale des jüdischen Viertels besichtigt. Angereichert mit lebendigen Einblicken in Einzelschicksale, war die geleitete Erkundung des jüdischen Viertels ebenso lehrreich wie beeindruckend. Die detaillierten Informationen und vielfältigen Eindrücke des Vormittages zeichneten ein umfassendes und anschauliches Bild der Besetzungszeit sowie einzelner Schicksale der niederländischen Juden und der im Widerstand organisierten Niederländer.

Im Anschluss erhielten die Schüler die Gelegenheit auf eigene Faust das bunte und interessante Amsterdam zu entdecken, dem thematischen Rahmen gemäß eine „patat oorlog“ (Pommes mit …) mit „pindasaus“ (Erdnusssoße) und Zwiebeln zu genießen sowie ihre im Unterricht erworbenen Sprachkenntnisse anzuwenden.

Als um 20.00 Uhr abends der Bus wieder in Warendorf einfuhr, endete für die Schüler ein langer, durchaus anstrengender aber auch interessanter und lehrreicher Tag, an den sie sich sicherlich noch häufig erinnern werden.

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