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Stockbrot, Marshmallows und jede Menge gute Laune

Die Vater-Kind-Wocheneden des Familienzentrums Sassenberg sind für viele Papas ein fester Termin im Kalender geworden. Seit mittlerweile 16 Jahre werden die Wochenenden, die ganz im Zeichen von Papas mit ihren Kindern stehen, angeboten. Zielgruppe sind Kinder, die den Kindergarten besuchen plus Geschwister im Grundschulalter. Unter der Leitung von Lilith Spitzer und Dirk Ackermann (beide Stadt Sassenberg) machten sich auch in diesem Jahr wieder insgesamt 28 Väter mit 43 Kindern verteilt auf drei Wochenenden auf den Weg in die Kolpingbildungsstätte nach Coesfeld.

Die Wochenenden sind geprägt von gemeinsamer Zeit. Zeit ist die wichtigste Währung. Lilith und Acky bieten den Rahmen für die Wochenenden, deren Planungen schon Wochen vorher beginnen. An drei unterschiedlichen Vortreffen mit den Vätern wurde über ein Motto gegrübelt. Wenn ein Wochenende unter einem Motto steht, können die Planungen in diese Richtung beginnen.

„Ich bewundere die Kreativität und die Lust auf die Sache, die in den einzelnen WhatsApp-Gruppen zu verfolgen ist. In der Regel bevorzugen Lilith und ich die Brückenwochenenden Christi Himmelfahrt und Fronleichnam. Für unser Privatleben nicht immer der Knaller, aber wenn man das ein Jahr vorher im Kalender stehen hat, ist es okay. Für die Väter sind die Termine ziemlich gut, da diese Wochenenden immer als erste innerhalb kürzester Zeit ausgebucht sind. Die Väter sollen stressfrei anreisen können“, so Stadtjugendpfleger Dirk Ackermann.

Obwohl die Kinder schon oft morgens um fünf auf gepackten Koffern sitzen, starteten die Wochenenden immer um 16 Uhr in Coesfeld. Und dann beginnt die wilde Fahrt. Zuerst geht es darum, dass alle sich Namensschilder basteln, damit man sich ansprechen kann. Wer noch nicht lesen kann, ruft einfach „Papa“. Dann drehen sich immer alles Väter um. Nach dem Abendessen ging es zum Abenteuerspielplatz unweit der Kolpingbildungsstätte. Nach den „Gute-Nacht-Geschichten“ müssen die Papas allerdings nochmal ran. Am späten Abend müssen noch die Medaillen gebastelt werden, die den Kindern dann am Sonntag überreicht werden. Wem dabei dann einfällt, dass er am Sonntag auch Hochzeitstag hat, bastelt halt noch eine zweite Medaille. Individualität ist das Gebot der Stunde. Der Samstag steht dann immer ganz im Zeichen des jeweiligen Mottos. Am ersten Wochenende stand eine Kirmes auf dem Programm, die von den Vätern selbst vorbereitet und zusammen mit den Kindern aufgebaut wurde. Am zweiten Wochenende hatte sehr viel kleine Kinder im Alter von zwei bis drei Jahren dabei. Hier hatten sich die Väter für das Motto „Zeitreisende“ entschieden. Nach dem Eintritt in die Zeitmaschine, konnte jedes Kind und jeder Papa sein was es bzw. er wollte. Am dritten Wochenende stand war das Motto „Vater-Kinder-Sommermärchen 26“. Hier drehte sich alles um die anstehende Fußballweltmeisterschaft. An jedem Wochenende gab es reichlich zu grillen, Stockbrot und Marshmallows. Es gibt auch Rituale bei einigen Vätern. Vor dem Wochenende machen Papa und Kind einen Streifzug durch die Süßigkeitenabteilung, ohne dass Mama darauf Einfluss hat. Schließlich ergibt sich ja eventuell die ein oder andere Pyjamaparty auf den Zimmern. Mehr darf an dieser Stelle aber nicht verraten werden.

Am Sonntag steht dann eine Pizzamassage für alle Papas und Kinder auf dem Programm und nach dem Mittagessen ist dann Schluss! Ein guter Zeitpunkt, da fast alle Kinder schon vor dem Ortsschild von Coesfeld eingeschlafen sind.

Die Vater-Kind-Wochenenden 2027 sind schon fix gebucht. Wer hätte es gedacht? Christi Himmelfahrt (07. bis 09.05.), Fronleichnam (28. bis 31.05.) und das Wochenende darauf vom 05. bis 06.06.27

Fotos: Ackermann