Deutsche Jahrgangsmeisterschaften – Das größte und beliebteste Schwimmevent im Nachwuchsbereich stand vom 09.-13.06.2026 in Berliner Rampenlicht. Insgesamt fast 1300 Teilnehmer im Alter von 14 bis 18 Jahren kamen aus ganz Deutschland zusammen um sich auf großer Bühne zu beweisen und um die nationalen Titel zu kämpfen. Mittendrin auch Theresa Bellmann (2011) und Paul Weißen (2010) hier aus Warendorf.
Für Theresa Bellmann war die Qualifikation über die 50m Rücken bereits der verdiente Lohn für die starken Leistungssteigerungen der letzten Wochen, insbesondere bei den NRW-Meisterschaften. Entsprechend groß war die Vorfreude vor dem ersten Start auf der ganz großen Bühne. Hier startete sie über die 50m Rücken. Mit einer schnellen Reaktion, konnte sie das Rennen optimal beginnen und ihr Tempo im Anschluss auch hochhalten, was zu einer Endzeit von 33,10s führte. Mit einer wirklich guten Zeit zum Saisonhöhepunkt konnte die erste Erfahrung auf nationaler Ebene sehr genossen werden.
Ein wahrlich großes Programm absolvierte Warendorfs Edelsprinter Paul Weißen. Los ging es bereits am Dienstag mit den 100m Freistil, welche er mit einer optimalen Renneinteilung durchschwamm und in 54,81s die lang ersehnte Bestzeit auf der Strecke erreichte. Viel besser konnte er nicht in die Meisterschaften starten. Es folgte ein kleiner Dämpfer über 50m Schmetterling – wo er das Finale nur um Haaresbreite verpasste – doch dann drehte der Warendorfer allerdings erst richtig auf. Denn nach einem Tag Pause standen die 50m Rücken an, auf denen er sich am Vormittag direkt für das Finale qualifizierte. Mit der Zweitbesten Zeit die je von einem Warendorfer geschwommen wurde belegte er dort bereit Platz 7, doch Paul wollte noch mehr. Am letzten Tag, hatte er sowohl die 100m Schmetterling, als auch die 100m Rücken auf dem Plan und schwamm auch hier erfolgreich ins Finale, wo er kaum zu bremsen war. Auf der Schmetterling Strecke legte er eine enorme Steigerung hin und belegte in 57,68 Sekunden Platz 6. In Absprache mit seinem Trainer, hieß es jetzt nach Platz 4 im Vorlauf, für das Rücken Finale: Volles Risiko! Diesen Plan setzte Paul optimal um, denn er ging das Rennen von vorne deutlich schneller an als je zuvor. Auf den letzten Metern wurde es ein starker Kampf gegen die brennenden Arme und die Konkurrenz. Mit purem Willen kämpfte sich der Warendorfer ins Ziel. In einem wahren Fotofinish erreichte er schließlich Platz 3 und Bronze! Mit einer Fabelzeit von 59,18 Sekunden verbesserte er seine Bestzeit um fast zwei Sekunden und feierte damit den größten Erfolg seiner dieser Saison.
Warendorfer Team bei den DJM in Berlin v.l.: Paul Weißen, Uwe Witte (Trainer) & Theresa Bellmann
Foto: WSU
