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Sommercamp der Caritas-Wohnheime: Drei Tage Party im Grünen

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Einfach ins Feuer gucken und reden: Celina muss nicht lange überlegen, um zu erzählen, was ihr am Sommercamp besonders gefällt: „Das Lagerfeuer“ strahlt die junge Frau, die im Christophorus-Haus in Ennigerloh wohnt. Celina lebt mit einer geistigen Behinderung und freut sich, dass sie in diesem Jahr drei Tage im Sommercamp verbringen darf. Am Camp nehmen Menschen mit Unterstützungsbedarf aus fünf Wohnheimen teil, die sich alle in Trägerschaft des Caritasverbandes im Kreisdekanat Warendorf befinden.

Das Glück, „drei Tage auf Party“ sein zu können, verdanken alle Teilnehmenden Mary-Ann Renvert, die im Haus St. Vitus (Everswinkel) arbeitet. Sie ist durch private Kontakte auf das Jugendgästehaus der Pfadfinder St. Georg aufmerksam geworden. Schon seit Corona fahren Bewohner des Hauses St. Vitus jedes Jahr zu den Pfadfindern nach Sendenhorst. Dieses Mal wurde es erstmals für die Bewohner von fünf Wohneinrichtungen der Caritas angeboten – abgesehen vom Haus St. Vitus (Everswinkel) zählen dazu: Haus Thiatildis (Freckenhorst), Lorenz-Werthmann-Haus (Ostbevern), Ambrosius-Haus (Oelde) sowie Christophorus- Haus (Ennigerloh).

„Das Sommercamp steht und fällt mit unseren Mitarbeitern“, betont Daniela Pieper, die das Haus St. Vitus in Everswinkel leitet. „Das macht nicht jeder. Da braucht man schon Leute, die Lust auf so ein Projekt haben.“ Eine wie Jennifer Hollunder, die als Gruppenleiterin im Ambrosius-Haus in Oelde arbeitet. „Ich bin bei der Caritas, weil ich hier auch besondere Ideen umsetzen kann“, sagt sie und strahlt. Hollunder und ihre Mitstreiter stehen während des Sommercamps den Bewohnern Tag und Nacht zur Verfügung. Sie schlafen mit ihnen im Jugendgästehaus oder zelten auf dem Gelände. „Hier gibt’s alles: Einige kommen für drei Tage und übernachten im Camp, andere sind als Tagesgäste dabei“, erklärt Daniela Pieper. „Aber alle genießen es, dass wir hier zu 100 Prozent für sie da sind.“

Gekocht wird gemeinsam, aber in den Wohnheimen wurden die Malzeiten etwas vorbereitet, damit nicht gleich am ersten Tag viel geschnippelt werden muss.

Am zweiten Tag zählen die Veranstalter 23 Übernachtungsgäste, dazu kommen rund 30 Tagesbesucher. Es ist Stimmung in der Bude. Abgesehen vom Lagerfeuer begeistern sich viele fürs Bogenschießen. Auch Udo und Celina haben dabei ihre Treffsicherheit ausprobiert und sind zufrieden mit ihren Leistungen. Andere waren in der Zeit kreativ und haben Jutebeutel oder T-Shirts bemalt.

Celina ist froh, dass sie nachts im richtigen Haus übernachten konnte. „Ich hab’ hier nämlich ‚ne Eule gehört“, sagt sie – und das sei ihr unheimlich gewesen. Aber etwas Sinn für Abenteuer und Magie gehört zum Camp dazu. Mit Magie zieht am zweiten Tag auch der Zauberer Ludgero alle in seinen Bann. Zwischenrufe gibt’s während seiner Vorstellung durchaus, aber sie zeigen, dass die Leute seinen Worten folgen und mit Zaubersalz und Pusten am Ende sogar selbst Kunststücke ausführen können. Und welcher Spruch darf beim Zaubern nicht fehlen? Klar doch – den haben sie alle drauf: Abrakadabra! 

Fotos: Caritasverband im Kreisdekanat Warendorf e. V.