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Groß angelegte Waldbrandübung im Klatenberg in Telgte

Foto: Jan Ohmen

Am 19. September kommen ein Löschhubschrauber der Polizei NRW, spezielle Waldbrandfahrzeuge der Feuerwehr Münster und überregionale Kräfte zum Einsatz.

Durch die Klimaveränderungen werden wir in Zukunft vermutlich häufiger mit Dürre- und Hitzeperioden und damit einhergehend auch mit einer höheren Waldbrandgefahr zu kämpfen haben. Dies und das häufig fahrlässige Verhalten von Waldbesuchern (90% der Waldbrände werden von Menschen verursacht) stellt neue Herausforderungen dar, auf welche sich besonders die Feuerwehr vorbereiten muss. Am 19. September ist deshalb eine groß angelegte Waldbrandübung im Klatenberg geplant. 

Besonders gefährdet sind Nadelholzbestände auf trockenen, sandigen Böden wie in den Klatenbergen. Die ätherischen Öle in den Bäumen und die grasige Vegetation am Waldboden sind leicht entflammbar. Dort reicht ein falsch geparktes Auto auf trockenem Gras, die weggeworfene Zigarette oder gar eine Glasflasche für eine Katastrophe. 

Im vergangenen Jahr fanden bereits Befahrungsübungen mit diversen Fahrzeugen statt, um zu testen, welche Fahrzeuge im Brandfall überhaupt auf den sandigen Wegen fahren können.

Um für den Ernstfall gewappnet zu sein soll am 19. September diesen Jahres eine großangelegte Waldbrandübung in den Klatenbergen stattfinden. Durch die Nähe zu den Siedlungen, der Waldhütte und des Wasserwerkes könnte ein Waldbrand fatale Folgen haben und muss frühzeitig eingedämmt werden. 

Ziel der Übung ist es den Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr die Möglichkeit zu geben verschiedene Techniken der Vegetationsbrandbekämpfung zu üben um sich so auf den Ernstfall möglichst gut vorbereiten zu können.

Im nahezu gesamten Waldgebiet wird es verschiedene Stationen geben, an denen unterschiedliche Situationen und Brandbekämpfungsmaßnahmen geübt werden sollen. Ein Großteil der Übung findet auf den städtischen Flächen statt. Sofern ein Privatgrundstück für die Übung vorgesehen ist, werden die Eigentümer persönlich informiert.

Zum Einsatz kommen unter anderem ein Löschhubschrauber der Fliegerstaffel der Polizei NRW, spezielle Waldbrandfahrzeuge der Feuerwehr Münster und weitere überregionale Kräfte. 

Das Löschwasser für den Hubschrauber sowie für die Schlauchleitungen werden aus dem Freibad entnommen. Das Freibad ist zu dem Zeitpunkt bereits geschlossen und das Wasser wird vorab entchlort und untersucht. 

Um das Verlegen von Schlauchleitungen auf langen Strecken zu üben wird für die Dauer der Übung die Westbevener Straße gesperrt. Ebenso wird für die Dauer der Übung das Waldgebiet gesperrt. Gerne aber kann das Geschehen von außerhalb beobachtet werden. 

Der gesamte Übungsablauf wurde im engen Austausch zwischen der Feuerwehr, Markus Pröbsting-Erpenbeck von Wald und Holz NRW und zahlreichen Behörden abgestimmt. 

Foto: Jan Ohmen