News Ticker

Neuwarendorf wird zur Schützenmetropole: Kreisehrengardentreffen am Sonntag, 30. August 2026

Der Jubel der Damengarde der Neuwarendorfer Schützen war unbeschreiblich, als am Abend des 31. August 2025 in Milte feststand: Sie hatte die Wanderstandarte des Kreisehrengardentreffens nach Neuwarendorf geholt. Damit war zugleich klar, dass auf die Freude eine Menge Arbeit folgen würde. Denn mit der Standarte wandert auch die Aufgabe weiter, im folgenden Jahr das Kreisehrengardentreffen auszurichten.

Jetzt ist es endlich soweit. 36 Ehren- und Damengarden haben sich für das Treffen am Sonntag, 30. August, in Neuwarendorf angemeldet. Sechs Musikzüge begleiten die Garden. Die ersten Gäste werden ab 12 Uhr auf der Wiese am Hof Hartmeyer, Neuwarendorf 41, erwartet. Um 13 Uhr heißt es Antreten, anschließend folgen der Festumzug mit dem Wertungsmarsch, der unter den strengen Augen der Wertungsrichter in Walgern stattfindet. Gegen 18 Uhr soll bei der Siegerehrung feststehen, wer diesmal die Nase vorn hat – und wohin die Wanderstandarte für das kommende Jahr zieht.

Die Geschichte dieses in seiner Form als einzigartig in Deutschland geltenden Wettbewerbs reicht mehr als 70 Jahre zurück. Auf Initiative des Warendorfer Schützenvereins „Hinter den drei Brücken“ entstand 1954 die Idee, die Ehrengarden der Schützenvereine regelmäßig zusammenzubringen.

Dabei ging es von Anfang an nicht nur um den Wettkampf. Das Treffen sollte die Verbindung zwischen den Vereinen stärken und persönliche Kontakte über die Vereinsgrenzen hinweg schaffen. 1955 wurde die Idee Wirklichkeit: An der Tönneburg in Warendorf fand mit rund zehn Garden das erste Kreisehrengardentreffen statt. Die „Drei Brücken“ stifteten die Wanderstandarte, um die bis heute gekämpft wird.

Der Wettbewerb beginnt bereits am Samstag, 29. August. Auf dem Schießstand der Schützenbruderschaft St. Georg Müssingen treten die Mannschaften zum Wertungsschießen an.

Am Sonntag folgt in Neuwarendorf der Wertungsmarsch. Auf einer geraden Strecke in der Walgernheide zählen unter anderem Gleichschritt, Haltung, Seitenausrichtung und das geschlossene Auftreten der Formation.

Besonderheit des Wettbewerbs: Sieger des Wettbewerbs und Gewinner der Wanderstandarte müssen nicht identisch sein. Sperrfristen verhindern, dass immer dieselben erfolgreichen Garden die Veranstaltung ausrichten. Wer die Standarte gewonnen und das Treffen ausgerichtet hat, kann sie zehn Jahre lang nicht erneut erhalten. So war es auch 2025 in Milte – mit dem bekannten Ergebnis.

Das Austragungsrecht kommt für die Neuwarendorfer zu einem besonderen Zeitpunkt. 2026 feierte der Verein zum letzten Mal auf seinem langjährigen Festplatz bei Altefrohne. Ab 2027 soll das Schützenfest auf einer Wiese in der Nähe der Heinrich-Tellen-Schule stattfinden, wo zunächst die notwendige Infrastruktur geschaffen werden muss. Ein Jahr vor seinem 100-jährigen Bestehen 2028 kann der Verein den neuen Platz dann erstmals erproben.

Die Wiese am Hof Hartmeyer ist damit eine gute Zwischenlösung zwischen der langen Schützenfestepoche bei Altefrohne und dem künftigen Festplatz. Sie bietet Raum für Antreten und Festbetrieb sowie für Beginn und Ende des Umzuges. Parkplätze stehen gegenüber dem Hof zur Verfügung.

Zugleich hilft das Austragungsrecht, mit den Einnahmen einen Teil der Kosten für die Infrastruktur des künftigen Festplatzes abzufedern. Dafür nimmt der Schützenverein die Getränkeversorgung der Gäste in die eigene Hand. Für das weitere leibliche Wohl sorgen drei Anbieter mit abwechslungsreichem Angebot an insgesamt vier Imbissständen.

Traditionell führt der der Präsident des stiftenden Vereins „Hinter den drei Brücken“, hier Hennes Bußmann, die Siegerehrung durch

Ihrer Leistung ist es zu verdanken, dass sich der Schützenverein Neuwarendorf in diesem Jahr über die Ausrichtung des Kreisehrengardentreffens freuen kann

Fotos: Rieder