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„Antisemitismus in Kunst und Karikatur“ am 24. April in der VHS Warendorf

24. April um 19:00

Am 24.04.2024 (19-21.15 h) referiert der Theologe und Kunsthistoriker Dr. h.c. A. Mertin über das Themenfeld „Antisemitismus in Kunst und Karikatur“ in der VHS Warendorf im „Alten Lehrerseminar“ (Aula, 2. Obergeschoss).

Mit der documenta fifteen 2022 wurde zum ersten Mal in Deutschland in öffentlichen Gesprächen über Antisemitismus und israelbezogenen Antisemitismus in der Bildenden Kunst und in der Kultur allgemein gestritten. Vor allem seit dem 07. Oktober 2023 hat sich die Debatte noch einmal verschärft.
Was aber sind überhaupt „antisemitische Bilder“ und auf welche Bild-Traditionen greifen sie zurück? Der Kulturwissenschaftler Andreas Mertin hatte schon 2022 einige der problematischen Werke der documenta fifteen analysiert und auf antisemitische Inhalte untersucht. Ausgehend von diesen Analysen wird er in seinem Vortrag zunächst die klassischen Arbeitsdefinitionen zum Antisemitismus vorstellen, dann auf den Antisemitismus in der christlichen Kunst eingehen, der in den heutigen Bildwelten immer noch eine Rolle spielt. Darüber hinaus wird er exemplarisch drei Werke der Documenta fifteen mit ihrem Problemgehalt vorstellen und schließlich einen Blick werfen auf Karikaturen, die nach dem Pogrom vom 07. Oktober 2023 entstanden sind und dabei die alten antisemitischen Bildwelten aufgreifen. Immer geht es um die Frage: Woran erkennt man, dass ein Bild antisemitisch ist?

Andreas Mertin (*1958) ist Theologe, Kunsthistoriker und Ausstellungskurator, Er gibt das E-Zine tà katoptrizómena. Magazin für Kunst, Kultur, Theologie und Ästhetik (www.theomag.de) heraus und beschäftigt sich mit dem Verhältnis von visueller Kultur und Religion. Aktuell arbeitet er über das Thema „Israelkritik in der Karikatur“.

Der Eintritt an der Abendkasse beträgt 6,- €.

Details

Datum:
24. April
Zeit:
19:00

Veranstaltungsort

VHS
Freckenhorster Str. 43
Warendorf,
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