Vom Kloster zum Museum: Zeitreise zwischen Danzig und Warendorf

Foto: WLM

Was geschieht, wenn ein Franziskanermönch aus dem historischen Danzig plötzlich im heutigen Warendorf auftaucht? Dieser ungewöhnlichen Frage widmet sich der Münsteraner Schauspieler und Kabarettist Markus von Hagen in seiner neuen szenischen Aufführung „Vom Kloster zum Museum – eine Zeitreise von Danzig nach Warendorf“, die am Sonntag, 28. Juni 2026, im Rahmen des Sommerfestes des Westpreußischen Landesmuseums zu erleben ist.

Mit viel Humor, Charme und historischem Gespür entführt von Hagen sein Publikum auf eine Reise durch mehrere Jahrhunderte Geschichte. Die Besucher können die Aufführung gleich dreimal erleben: um 15.30 Uhr, 17 Uhr und 19 Uhr.

Im Mittelpunkt stehen dabei zwei Gebäude, die auf den ersten Blick weit voneinander entfernt liegen und dennoch erstaunliche Gemeinsamkeiten aufweisen: das ehemalige Franziskanerkloster in Warendorf, das heute das Westpreußische Landesmuseum beherbergt, und das Nationalmuseum in Danzig, das ebenfalls in einem einstigen Franziskanerkloster untergebracht ist. Diese historische Verbindung bildet den Ausgangspunkt einer ebenso unterhaltsamen wie informativen Inszenierung.

Markus von Hagen schlüpft dabei in die Rolle eines Franziskanermönchs, der zwischen den Jahrhunderten, Ländern und Kulturen unterwegs ist. Auf seinem Weg begegnet er den Veränderungen, die beide Klosteranlagen im Laufe ihrer Geschichte erlebt haben. Mit feiner Ironie, schauspielerischem Können und einem Gespür für historische Details erzählt er von Klosterleben und Glauben, von gesellschaftlichem Wandel und vom Entstehen moderner Museen. Dabei gelingt es ihm, Geschichte nicht nur verständlich, sondern vor allem lebendig und nahbar zu vermitteln.

Die Aufführung beschränkt sich jedoch nicht auf die Geschichte der Gebäude. Im ersten Teil stehen die beiden Klöster und ihre Entwicklung zu bedeutenden Kultur- und Museumsstandorten im Mittelpunkt. Die Besucher erfahren, wie aus religiösen Orten im Laufe der Jahrhunderte Einrichtungen wurden, die heute wertvolle Zeugnisse der Geschichte bewahren und vermitteln.

Im zweiten Teil rücken die Schätze des Westpreußischen Landesmuseums selbst in den Fokus. Ausgewählte Exponate werden auf besondere Weise „zum Leben erweckt“ und erzählen ihre ganz eigenen Geschichten. So begegnen die Besucher kostbaren Tapisserien, bedeutenden Kunstwerken, historischen Objekten und der bekannten Bernsteinsammlung des Museums aus einer völlig neuen Perspektive.

Mal augenzwinkernd, mal nachdenklich, aber stets mit einem besonderen Blick auf die Menschen hinter den Exponaten, lässt Markus von Hagen Vergangenheit und Gegenwart miteinander verschmelzen. Die Kunstwerke und Sammlungsstücke werden dabei nicht nüchtern erklärt, sondern als Zeugen ihrer Zeit vorgestellt, die von ihren Ursprüngen, ihren Besitzern und den historischen Umständen berichten, die sie geprägt haben.

Gerade diese Verbindung von Schauspiel, Erzählkunst und historischem Wissen macht den besonderen Reiz der Aufführung aus. Statt einer klassischen Museumsführung erwartet die Besucher eine atmosphärische Inszenierung, die Geschichte erlebbar macht und zugleich unterhält. Die Grenzen zwischen Theater, Geschichtsvermittlung und Museumsbesuch verschwimmen dabei bewusst.

Mit der neuen Produktion knüpft Markus von Hagen an seine erfolgreiche Arbeit im Bereich der historischen Kulturvermittlung an. Seine Fähigkeit, komplexe historische Zusammenhänge humorvoll und zugleich fundiert darzustellen, macht ihn seit Jahren zu einem gefragten Künstler bei Museen und Kulturinstitutionen.

Das Sommerfest des Westpreußischen Landesmuseums bietet damit nicht nur Gelegenheit zum geselligen Beisammensein und zum Besuch der Ausstellungen, sondern auch einen kulturellen Höhepunkt, der Geschichte, Kunst und Erinnerungskultur auf besondere Weise miteinander verbindet.

Aufführungen am Sonntag, 28. Juni 2026

  • 15.30 Uhr
  • 17.00 Uhr
  • 19.00 Uhr

Veranstaltungsort

Westpreußisches Landesmuseum Warendorf

Die Aufführungen finden im Rahmen des Sommerfestes des Westpreußischen Landesmuseums statt.