Jetzt noch fotografieren und teilnehmen – Einsendeschluss ist der 30. August 2026.
Noch bis zum 30. August 2026 können Fotografien für den Fotowettbewerb „Blickwechsel: Jüdisches Leben im Münsterland“, ausgerichtet vom Westpreußischen Landesmuseum, eingereicht werden. Gesucht werden Fotografien und Collagen, die die lebendige und facettenreiche Gegenwart und Vergangenheit von Jüdinnen und Juden sichtbar machen.
Vielfalt ist ein selbstverständlicher Bestandteil und eine wertvolle Bereicherung unseres alltäglichen Zusammenlebens. Das Judentum als Religion, Kultur, Schicksals- und Erinnerungsgemeinschaft ist untrennbar mit dem alltäglichen Leben im Münsterland verbunden. Seine vielfältigen Traditionen, Bräuche und Lebensweisen sind Ausdruck seiner langen Geschichte, die bis in die Gegenwart hineinwirkt und unser Miteinander prägt. Jüdisches Leben zeigt sich unter anderem im familiären Zusammenleben, in Freundschaften, gemeinsamen Erinnerungen sowie in kulturellen und religiösen Praktiken. Dazu gehören etwa der Rhythmus des Wochenverlaufs, der durch den Schabbat strukturiert wird, oder jüdische Feiertage, die Gemeinschaft stiften und Identität prägen. Gleichzeitig verweisen Gedenk- und Erinnerungsorte wie Gedenktafeln, Stolpersteine, Straßennamen, ehemalige Synagogengebäude und jüdische Friedhöfe auch auf den einst deutlich größeren Reichtum jüdischen Lebens in der Region.
Ziel des Wettbewerbes ist es, die sichtbaren und weniger offensichtlichen Facetten des jüdischen Lebens in der Gegenwart und Vergangenheit mithilfe von Einzelfotografien, Fotoserien oder Fotos, die in Collagen weiterverarbeitet werden, zu erfassen. Auch kleine Details oder vermeintlich unscheinbare Orte können neue Blickwinkel auf das Thema eröffnen. Dabei geht es nicht um makellose Motive oder technische Perfektion, sondern um persönliche Sichtweisen und neue Perspektiven auf das Thema.
Die Wahl der Motive ist im Rahmen der Themenstellung frei. Die Fotografien und Collagen können entweder in der Kategorie „Jüdisches Leben in der Gegenwart“ oder „Jüdisches Leben in der Vergangenheit“ eingereicht werden. Diskriminierende, beleidigende oder sachfremde Einreichungen werden ausgeschlossen. Ob Hobbyfotografie, spontane Momentaufnahme oder künstlerische Bildidee – aufgerufen sind alle interessierten Bürger:innen des Münsterlandes.
Die Einreichung ist kostenlos. Noch bis zum 30. August 2026 besteht die Möglichkeit, ein passendes Motiv fotografisch festzuhalten und für den Wettbewerb einzureichen. Pro Kategorie wird jeweils eine Arbeit mit einem Preisgeld von 150 Euro prämiert. Diese und weitere ausgewählte Arbeiten werden öffentlich im Rahmen der Sonderausstellung „Mischpacha – משפחה. Jüdische Familien in Danzig und Warendorf“ vom 5. November 2026 bis 27. Juni 2027 im WLM präsentiert. Die Ausstellungseröffnung findet am 5. November um 18 Uhr, die Preisverleihung am 22. November 2026 um 16 Uhr statt.
Weitere Informationen finden Sie unter: www.westpreussisches-landesmuseum.de

