Die Aktion Kleiner Prinz unterstützt das Bienfait-Projekt des Ostbeverner Vereins „1000 Hügel e,V.“, das Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen in ländlichen Distrikten Ruandas Zugang zu medizinischer Versorgung, Rehabilitation und gesellschaftlicher Teilhabe ermöglicht.
Viele Familien leben weit entfernt von Krankenhäusern oder spezialisierten Einrichtungen. Lange Wege, fehlende Transportmöglichkeiten, Armut und mangelnde Infrastruktur machen den Zugang zu medizinischer und therapeutischer Versorgung besonders für Kinder mit Behinderungen schwierig.
Bienfait verfolgt deshalb einen ganzheitlichen, gemeindenahen Ansatz: Ein mobiles Team aus medizinischen Fachkräften, Physiotherapeuten, Orthopädietechniker, Psychologen und Ernährungsberatern fährt direkt in die abgelegenen Dörfer und Gesundheitszentren. Die Kinder erhalten Diagnostik, Behandlung und Physiotherapie sowie – wenn notwendig – orthopädische Hilfsmittel. Familien werden beraten und bei Fragen zu Ernährung, Gesundheit und psychosozialen Belastungen unterstützt.
Dabei geht es nicht nur um die Behandlung einer Behinderung, sondern auch um selbstbestimmte Teilhabe an Familie, Schule und Gesellschaft. Gleichzeitig werden Familien und lokale Gesundheitsstrukturen gestärkt.
Die bisherige Arbeit zeigt die Wirkung des Ansatzes: Bienfait hat bereits mehr als 900 Kinder und Jugendliche mit Behinderungen behandelt, rund 390 Dörfer erreicht und 390 Community Health Worker geschult. Mehr als 200 Kinder und Jugendliche konnten mit orthopädischen Hilfsmitteln versorgt werden.
Sylvia Oertker, Vorsitzende der Aktion Kleiner Prinz, freut sich über die neue Zusammenarbeit: „Wir sind überzeugt, dass das Projekt Bienfait dort ansetzt, wo Unterstützung besonders dringend gebraucht wird. Uns gefällt vor allem der ganzheitliche Ansatz: Kinder und ihre Familien werden nicht nur medizinisch versorgt, sondern über einen längeren Zeitraum begleitet und in ihrem Alltag unterstützt. Wir freuen uns sehr, 1000 Hügel e.V. dabei als verlässlicher Partner zur Seite zu stehen und die Entwicklung von Bienfait über die kommenden zwei Jahre mitzugestalten“, sagt Sylvia Oertker, Vorsitzende der Aktion Kleiner Prinz. Und Janine Frönd, Vorsitzende des Ostbeverner Vereins, ergänzt: „Dass zwei engagierte Vereine aus Warendorf und Ostbevern gemeinsam Verantwortung für ein Projekt in Ruanda übernehmen, ist ein schönes Beispiel dafür, wie Zusammenarbeit Wirkung verstärken kann“, so Janine Frönd.
Bienfait soll langfristig dazu beitragen, dass Rehabilitation und inklusive Gesundheitsversorgung auch in den ländlichen Regionen Ruandas besser zugänglich werden.

