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Zwei Füchtorfer Denkmäler für Bundespreis ausgezeichnet

Foto: Archiv

Gleich zwei bedeutende Denkmäler in Sassenberg – besser gesagt in Füchtorf – gehören in diesem Jahr zu den ausgezeichneten Projekten des „Bundespreises für Handwerk in der Denkmalpflege 2026“ in Nordrhein-Westfalen. Prämiert werden das Herrenhaus Harkotten sowie die Kapelle der Doppelschlossanlage Harkotten. Die konkreten Auszeichnungen werden bei der offiziellen Preisverleihung am Dienstag, 13. Oktober, in Düsseldorf bekanntgegeben. Der von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und dem Zentralverband des Deutschen Handwerks gestiftete Preis würdigt private Denkmaleigentümer, die gemeinsam mit qualifizierten Handwerksbetrieben besondere Leistungen zum Erhalt historischer Gebäude erbracht haben. In Nordrhein-Westfalen wird der Preis in diesem Jahr erstmals seit 2017 wieder vergeben.

Herrenhaus Harkotten

Besonders gewürdigt wird die aufwendige Instandsetzung des Herrenhauses Harkotten, die sich über sechs Jahre von 2016 bis 2021 erstreckte. Das zu den bedeutenden Herrenhäusern Westfalens zählende Gebäude konnte auf Grundlage umfangreicher Bauforschungen und restauratorischer Untersuchungen für die Zukunft bewahrt werden. Die Arbeiten erfolgten in enger Abstimmung mit der Denkmalpflege und unter Beteiligung hochqualifizierter Handwerksbetriebe und Restauratoren. Dabei standen der behutsame Umgang mit der historischen Bausubstanz sowie fachgerechte handwerkliche Reparaturen im Mittelpunkt. Eigentümer des Herrenhauses sind Ferdinand Freiherr von Korff und Maximilian Freiherr von Korff. An den Arbeiten waren unter anderem Fachbetriebe aus dem Maler-, Restaurierungs- und Stuckateurhandwerk sowie dem Tischlerhandwerk beteiligt.

Kapelle der Doppelschlossanlage

Ebenfalls ausgezeichnet wird die Kapelle der Doppelschlossanlage Harkotten. Auch hier steht der Erhalt historischer Bausubstanz und traditioneller Handwerkskunst im Mittelpunkt. Zu den beteiligten Fachbetrieben gehörten unter anderem die Sassenberger Firma Heinz Brinkmann im Dachdeckerhandwerk sowie Petit & Gebr. Edelbrock aus Gescher im Metall- und Glockengießerhandwerk. Die Restaurierung wurde von Architekt Carl Altefrohne aus Warendorf begleitet. Mit dem Bundespreis sollen private Denkmaleigentümer dazu ermutigt werden, historische Gebäude mit qualifizierten Fachbetrieben fachgerecht zu erhalten und dauerhaft zu pflegen. Gleichzeitig macht die Auszeichnung auf die besondere Bedeutung des Handwerks für die Denkmalpflege aufmerksam. Die offizielle Preisverleihung findet am 13. Oktober im K21 Ständehaus in Düsseldorf statt. Ministerpräsident Hendrik Wüst wird dort die Auszeichnungen überreichen. Insgesamt sind für die prämierten Restaurierungsmaßnahmen in Nordrhein-Westfalen Zuschüsse von 30.000 Euro vorgesehen.