In Warendorf, der Stadt des Pferdes, darf natürlich auch ein Programmpunkt rund um das Pferd im Rahmen der Ferienspieltage nicht fehlen. Das dachte sich auch in diesem Jahr wieder der Reit- und Fahrverein Warendorf, der an zwei Tagen rund 100 Kindern die Möglichkeit bot, den Pferdesport ganz unkompliziert und ohne Vorerfahrung kennenzulernen.
Organisiert und durchgeführt wurde der Schnuppervormittag von der Voltigierabteilung des Vereins. Zahlreiche ehrenamtliche Trainer, Voltigierer und Helfer sorgten dafür, dass die Kinder nicht nur erste Erfahrungen im Voltigieren sammeln, sondern vor allem eines erleben konnten: Wie viel Freude Pferde, Bewegung und Gemeinschaft machen können.
Dabei steht für den Reit- und Fahrverein Warendorf nicht allein die sportliche Förderung im Mittelpunkt. Ein wichtiger Bestandteil der Vereinsarbeit ist es, Kinder und Jugendliche für Pferde zu begeistern und ihnen den Zugang zum Pferdesport zu ermöglichen – unabhängig davon, ob sie bereits Erfahrungen mit Pferden haben oder zu Hause selbst kein Pferd besitzen. Gerade in einer Pferdestadt wie Warendorf möchte der Verein den Pferdesport für eine möglichst breite Bevölkerung zugänglich machen und Kindern die Möglichkeit geben, erste Berührungspunkte mit dem Partner Pferd zu sammeln.
So war der Vormittag bewusst abwechslungsreich und spielerisch gestaltet. In altersgerechten Gruppen durchliefen die Kinder verschiedene Stationen rund um das Trainingspartner Pferd. Auf dem Programm standen unter anderem Stallkunde, Pferdepflege und Pferdeverhalten sowie Übungen am Boden, auf dem Holzpferd und auf dem Movie, dem galoppierenden Holzpferd. Natürlich durfte auch das Highlight nicht fehlen: das Turnen auf dem echten Pferd.
Während einige Kinder bereits Pferdeerfahrung mitbrachten, war es für andere der allererste Kontakt zu einem Pferd. Mit Geduld, fachkundiger Anleitung und der Unterstützung der Voltigierer entwickelten aber auch die zunächst vorsichtigen Kinder schnell Vertrauen. Schon bald wurden erste Voltigierübungen ausprobiert und sogar kleine Kürfiguren mit zwei Kindern gleichzeitig auf dem Pferd geturnt. Auch anspruchsvollere Einzelübungen wie die Fahne, das Knien oder das Rückwärtssitzen meisterten die jungen Teilnehmer mit sichtlichem Stolz.
„Uns ist wichtig, dass Kinder die Möglichkeit bekommen, Pferde ganz unabhängig von ihren bisherigen Erfahrungen kennenzulernen“, erklärt die Voltigierabteilungsleitung, Renate Fockenbrock. „Nicht jedes Kind hat die Möglichkeit, regelmäßig auf einem Pferd zu sitzen oder in einem Reitstall aufzuwachsen. Genau hier möchten wir als Verein ansetzen und Türen öffnen.“.
Dass dies gelingt, zeigte sich an den strahlenden Gesichtern der Kinder. Für manche war es vielleicht nur ein Vormittag im Rahmen der Ferienspiele – für andere möglicherweise der Beginn einer ganz neuen Leidenschaft.
Der Reit- und Fahrverein Warendorf versteht sich dabei nicht nur als Sportverein, sondern auch als Ort der Begegnung, Gemeinschaft und Teilhabe. Ehrenamtliches Engagement, die Förderung von Kindern und Jugendlichen und der verantwortungsvolle Umgang mit dem Pferd gehören zu den wichtigen Säulen der Vereinsarbeit.
Ein großer Dank gilt deshalb allen ehrenamtlichen Trainern, Voltigierern und Helfern, die diese beiden Ferienspieltage möglich gemacht haben – und natürlich den geduldigen vierbeinigen Partnern, ohne die ein solcher Vormittag nicht möglich wäre.
So wurde einmal mehr deutlich: In der Pferdestadt Warendorf sollen nicht nur Pferde zu Hause sein – auch Kinder sollen die Chance bekommen, ihre ganz eigene Verbindung zum Pferd zu entdecken.

Fotos: Renate Fockenbrock
