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Besuch des Generalkonsuls im Westpreußischen Landesmuseum

Das Westpreußische Landesmuseum begrüßte kürzlich den Generalkonsul der Bundesrepublik Deutschland in Gdańsk/ Danzig, Karl-Matthias Klause, zu einem Informations- und Arbeitsbesuch. Im Mittelpunkt standen die aktuellen Aufgaben und die inhaltliche Weiterentwicklung des Museums sowie die Möglichkeiten einer weiteren Vertiefung der deutsch-polnischen Zusammenarbeit im Kulturbereich.

Im Rahmen seines Amtes setzt sich Karl-Matthias Klause für die Pflege und den Ausbau der deutsch-polnischen Beziehungen ein. Neben politischen und wirtschaftlichen Kontakten gehören dazu insbesondere die Förderung des kulturellen Austauschs sowie die Unterstützung grenzübergreifender Kooperationen zwischen Institutionen und zivilgesellschaftlichen Akteuren.

Zu Beginn des Besuchs tauschte sich der Generalkonsul mit Museumsleiter Martin Koschny und dem Vorstandsvorsitzenden der Kulturstiftung Westpreußen, Dr. Markus Berger, über die Geschichte und den Auftrag des Westpreußischen Landesmuseums aus. Dabei wurde deutlich, dass sich das Haus als wissenschaftliche Einrichtung und als Ort des kulturellen Austauschs versteht. Durch seine Zusammenarbeit mit zahlreichen Kulturinstitutionen in Polen leistet es einen wichtigen Beitrag zur Erforschung, Vermittlung und Bewahrung des kulturellen Erbes der historischen Region Westpreußen.

Bei einem anschließenden Rundgang durch die Dauerausstellung erhielt der Generalkonsul einen Einblick in die wechselvolle Geschichte Westpreußens, die kulturelle Vielfalt der Region und ihre Bedeutung im europäischen Zusammenhang. Dabei würdigte er die wissenschaftliche Arbeit des Museums. Zugleich wurde die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit mit den deutschen Auslandsvertretungen hervorgehoben, die kulturelle Kooperation unterstützen, neue Kontakte vermitteln und die internationale Vernetzung von Institutionen fördern können.

Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs war die inhaltliche Weiterentwicklung des Museums. Neben seinem gesetzlichen Auftrag, Geschichte und Kultur Westpreußens zu erforschen, zu bewahren und zu vermitteln, möchte das Haus aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen in Ostmitteleuropa künftig noch stärker aufgreifen. Ziel ist es, historische Zusammenhänge mit gegenwartsbezogenen Fragestellungen zu verbinden und das Museum als Ort wissenschaftlicher Diskussion und gesellschaftlicher Debatte weiter zu profilieren. Dieser Ansatz spiegelt sich bereits in den Veranstaltungsreihen „Warendorfer Fenster nach Osteuropa“ und „Westpreußen divers“ wider, die aktuelle Entwicklungen aufgreifen und historische Perspektiven mit gegenwartsbezogenen Fragestellungen verbinden.

Der Besuch des Generalkonsuls unterstrich die Bedeutung des Westpreußischen Landesmuseums als Forum des deutsch-polnischen Kulturdialogs. Beide Seiten bekräftigten den Wunsch, den begonnen Austausch fortzusetzen. Angesichts der aktuellen Entwicklungen in Europa gewinnen Einrichtungen, die historische Perspektiven vermitteln und den grenzüberschreitenden Austausch fördern, zunehmend an Bedeutung. Das Westpreußische Landesmuseum versteht sich als ein solcher Ort, der wissenschaftliche Forschung, kulturelle Vermittlung und internationale Zusammenarbeit miteinander verbindet und damit die europäische Verständigung stärkt.

Von links nach rechts: Dr. Markus Berger, Vorsitzender des Vorstandes der Kulturstiftung Westpreußen, Karl-Matthias Klause, Generalkonsul der Bundesrepublik Deutschland in Gdańsk, Martin Koschny M.A., kommissarischer Museumsleiter des WLM.

Foto: WLM