Arbeiten an Münsterländer Herdfeuer, Türen und Fenstern mit 40.000 Euro gefördert.
Das Haupthaus der denkmalgeschützten historischen Hofanlage Schulze zur Hörst in Warendorf-Milte soll behutsam instandgesetzt werden. Für die Restaurierung von Fenstern und Türen sowie des Münsterländer Herdfeuers, einer traditionellen offenen Feuerstelle in alten Bauernhäusern des Münsterlands, erhalten die Eigentümer des Hofes 40.000 Euro an Fördermitteln.
Der Fördervertrag, der die Umsetzung der genannten Maßnahmen ermöglicht, wird am Montag, den 9. März 2026, um 10.00 Uhr vor Ort, An der Hörste in Warendorf, symbolisch an den Hofeigentümer Martin Schwartze übergeben. Überreichen wird den Vertrag Sigrid Karliczek vom Ortskuratorium Münster.
Die genannten Sanierungsmaßnahmen werden von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), die von privaten Spendern getragen wird, gefördert – mithilfe von WestLotto aus der Lotterie GlücksSpirale.
Zum Objekt:
Die in der Bauerschaft Hörste gelegene Hofstelle Schulze zur Hörst ist am Standort seit dem 13. Jahrhundert erstmals belegt und ein gutes Beispiel für eine münsterländische Hofanlage. Speicher, Brauhaus, Fachwerkscheune und Bildstock entstanden zwischen 1710 und 1832. Das Haupthaus, das nun umfassend restauriert werden soll, ist ein niederdeutsches Hallenhaus, das 1783 auf vier tragenden Ständern gebaut wurde (Vierständerbau). Das derzeit noch leerstehende Gebäude soll später zu Wohnzwecken genutzt werden.
Die Hofstelle zeigt die Entwicklung ländlicher Arbeits- und Produktionsverhältnisse, weshalb ihr eine hohe volkskundliche und siedlungsgeschichtliche Bedeutung zukommt.
Die Hofanlage wird erstmals von der DSD mit Mitteln aus privaten Spenden, Treuhandstiftungen sowie der Lotterie GlücksSpirale gefördert. Damit ist die Hofanlage in Warendorf nun eines von rund 900 Denkmalen, die die Stiftung bisher in Nordrhein-Westfalen unterstützt hat.




Fotos: Martin Schwartze
