Das Westpreußisches Landesmuseum lädt am kommenden Freitag und Samstag gemeinsam mit dem Kulturreferat Westpreußen, Posener Land und Mittelpolen herzlich zu den „Kaschubischen Tagen“ ein. Mit Vorträgen und einem Kreativ-Workshop eröffnet sich Besucherinnen und Besuchern ein facettenreicher Zugang zur Kultur der Kaschubei – einer traditionsreichen Region im Norden Polens.
Die Veranstaltungsreihe begleitet die aktuelle Sonderausstellung „Vom grundlosen Kolk bis zum Revekohl. Sagenhaftes aus Warendorf und der Kaschubei“ und vertieft deren kaschubische Aspekte auf anschauliche und lebendige Weise. Im Mittelpunkt stehen kulturelle Ausdrucksformen, regionale Identität und die Weitergabe von Traditionen im Wandel der Zeit.
Den Auftakt bildet am Freitag, 24. April, um 18 Uhr der Vortrag „Vom Feminismus zum Regionalismus – kaschubische Stickerei als Bindeglied zwischen Tradition und soziokulturellen Bindungen“. Referentin ist Benita Grzenkowicz-Ropela vom Museum für kaschubisch-pommerische Literatur und Musik in Wejherowo. Sie beleuchtet die Entwicklung der kaschubischen Stickerei als kulturelles Ausdrucksmittel zwischen gesellschaftlichem Wandel und regionaler Verwurzelung.
Am Samstag, 25. April, um 14 Uhr folgt ein weiterer Vortrag: Alexandra Sielicka, Leiterin des Museums in Wejherowo, spricht über „Kaschubische Bräuche und Rituale sowie kaschubische Sagen und Märchen“ und gibt Einblicke in die erzählerischen und rituellen Traditionen der Region.
Im Anschluss lädt um 16 Uhr der Kreativ-Workshop „Kaschubische Gestaltung zwischen Tradition und zeitgenössischem Ethnodesign“ zur aktiven Teilnahme ein. Unter Anleitung der Künstlerin Alicja Dampc entwickeln die Teilnehmenden eigene gestalterische Arbeiten und lernen traditionelle Techniken kennen. Der Workshop verbindet handwerkliches Arbeiten mit kreativer Experimentierfreude und eröffnet einen niedrigschwelligen Zugang zu einer lebendigen Kulturtradition.
Der Eintritt zu den Vorträgen ist frei, für die Teilnahme am Workshop wird ein Unkostenbeitrag von 5 Euro erhoben.
