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Neuer und moderner: Dechaneihof in die neuen Gebäude umgezogen

In der Woche nach Ostern fand, pünktlich wie geplant, am Freckenhorster Dechaneihof der Umzug in die neuen Gebäude statt. Kein einfaches Unterfangen im laufenden Betrieb, das aber durch die Beiträge zahlreicher helfender Hände – darunter viele ehrenamtlich helfende Angehörige der Bewohnerinnen und Bewohner – bestens gelang.Während in den oberen Stockwerken noch gewerkelt wurde, nahmen die Bewohnerzimmer im Erdgeschoss schnell Gestalt an. Bonifatius, Paulus und Katharina heißen die Wohnbereiche, in die bereits der Alltag eingekehrt ist.

Ein Alltag in einer Moderne, die überall in den neuen Räumlichkeiten erkennbar ist, die komplett mit WLAN, intelligenter Lichtsteuerung und viel neuem Inventar hochmodern ausgestattet sind. Während die schlichte äußerliche Farbgestaltung des Gebäudes sicherlich nicht jedem gefällt, dem die früheren warmfarbigen Außenwände ans Herz gewachsen waren, ist die zukunftsorientierte Wärme- und Energieversorgung des neuen Niedrigenergiegebäudes über jeden Zweifel erhaben. Der nach dem QNG-Standard (Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude) entwickelte Gebäudekomplex, dem damit hohe Standards für ökologische, soziokulturelle und ökonomische Nachhaltigkeit zertifiziert sind, ist neben einer zentralen Lüftungsanlage mit einer leistungsstarken Wärmepumpe ausgestattet, die auf dem Dach weithin sichtbar ist, ebenso wie die zentrale Lüftungsanlage. Von unten nicht sichtbar, aber mit 115 Kilowattpeak äußerst effektiv, generiert die flach auf dem Dach angebrachte und mit einem 190 kWh Speicher gepufferte Photovoltaikanlage so viel Strom, dass der neue Dechaneihof seinen 92 Bewohnerplätzen bei jedem Wetter ein relativ energieautarkes und vor allem auch umweltfreundliches Zuhause bieten kann.

Rund 16 Millionen Euro hat die Gesellschaft Caritas Seniorenheime in den Neubau auf dem Gelände investiert, das die Kirchengemeinde St. Bonifatius und St. Lambertus in Erbpacht zur Verfügung gestellt hat.

„Die Zahl der Bewohnerzimmer, hier im neuen Gebäude alles Einzelzimmer, ist unverändert. Allerdings sind darin jetzt sechs Zimmer ausschließlich für Kurzzeitpflege reserviert“, erläutern Tobias Ahrens (Geschäftsführer der Caritas Seniorenheime Betriebsführungs- und Trägerschaft GmbH) und Einrichtungsleiter Sven Brüggemann. Die ehemals vier Wohnbereiche wurden auf drei zusammengeführt, wobei die bestehenden Bewohnergruppen im Neubau so gut wie möglich abgebildet wurden. So soll in den Wohnbereichen Kontinuität gewahrt werden. Geplant wurde das Konzept von Architektin und Bauleiterin Bärbel Albrecht vom Münsteraner Architekturbüro „Danne Linnemannstöns Korte Partnerschaftsgesellschaft mbB Architekten und Stadtplaner“.

Die Arbeiten brachten auch positive Abwechslung mit sich. „Sowohl die Kinder wie auch die Senioren haben die Fortschritte stets neugierig und mit großem Interesse verfolgt“, freut sich Albrecht über das insgesamt gelungene Projekt, dass mit einem punktgenauen Ende trumpfen kann. Eine großartige Leistung der weit über dreißig beteiligten Firmen und Gewerke, von denen viele aus der direkten Umgebung stammen.

Die Kapelle, die am 24. April geweiht wird wird ihren Besuchern vertraut vorkommen: Teile der Fenster der ehemaligen Kapelle sind als Gestaltungselemente in den neuen Raum übernommen worden.

Einer der vielen kleinen und großen Besonderheiten des neuen Dechaneihofs. So wie auch die Sanitärbereiche der Bewohnerzimmer. Die 2 mal 2,50 Meter großen und 2,30 Meter hohen Bäder mit fünf Zentimeter dicken Leichtbetonwänden und -decken sowie einer wasserundurchlässigen Bodenwanne wurden, fertig ausgestattet mit Fliesen, Waschbecken, Armaturen, Toilette, Heizkörper, Spiegel und sogar Handtuchhaltern angeliefert und schwebten per Kran in die vorgefertigten Bereiche ein. Nur eins der zahlreichen Spektakel, die von den Bewohnern mit großem Interesse verfolgt wurden.

Fotos: Rieder