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Kolpingsfamilie Sassenberg beendet Altkleidersammlung – Container in Sassenberg abgebaut

Foto: Völler

Nachdem bereits die Kolpingsfamilie Füchtorf zum Jahresbeginn ihre Altkleidercontainer abgebaut hat, ist nun auch in Sassenberg Schluss mit der ehrenamtlichen Sammlung. Jetzt wurden die Container im Stadtgebiet entfernt und die langjährige Aktion damit endgültig beendet.

Bis zuletzt betreute die Kolpingsfamilie Sassenberg insgesamt elf Standorte mit 15 Containern, wie der Vorsitzende Anton Röhl berichtet. Doch die Rahmenbedingungen haben sich in den vergangenen Jahren deutlich verschlechtert. „Wir sind vor zehn bis 15 Jahren bei sehr guten Preisen eingestiegen“, erinnert sich Röhl. Inzwischen erhält der Verein nur noch rund 40 Euro pro Tonne Altkleider – ein Betrag, der kaum die laufenden Kosten deckt.

Hinzu kommt, dass die Preise auf dem Markt weiter sinken und es künftig keine verlässliche Abnahmegarantie mehr gibt. „Im schlimmsten Fall bleiben wir auf den gesammelten Kleidungsstücken sitzen“, so Röhl. Dieses Risiko sei für den Verein nicht mehr tragbar.

Die schwierige Marktlage hat auch direkte Auswirkungen auf die Vereinsarbeit. Als gemeinnützige Organisation hatte die Kolpingsfamilie die Erlöse aus der Sammlung bislang gerne für Spenden und soziale Zwecke eingesetzt. Doch durch die rückläufigen Einnahmen sind auch diese Möglichkeiten deutlich eingeschränkt worden. „Spaß macht das dann nicht mehr“, bringt es Röhl auf den Punkt.

Ein weiterer Grund für den Rückzug ist die zunehmende Verschmutzung der Containerstandorte. Immer häufiger wurden die Sammelstellen als Müllabladeplätze genutzt, was für die ehrenamtlichen Helfer zusätzlichen Aufwand beim Sortieren und Reinigen bedeutete.

Mit dem Ende der Sammlung durch die Kolpingsfamilien in Sassenberg und Füchtorf entfällt damit ein langjähriges Angebot vor Ort. Als Alternative hat die Abfallwirtschaftsgesellschaft des Kreises Warendorf (AWG) auf dem Recyclinghof am Lappenbrink 82b in Sassenberg zwei neue Altkleidercontainer aufgestellt.

In diesem Zusammenhang wird an die Bürgerinnen und Bürger appelliert, ausschließlich gut erhaltene Kleidung in die Container zu geben und diese nicht als Müllentsorgung zu missbrauchen. Nur so kann eine sinnvolle Weiterverwertung gewährleistet werden.

Foto: Völler