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Lauffreude pur – die WSU-Läufer beim Rennsteig

Am 9. Mai 2026 war es für die Schützlinge des Cheftrainers der WSU, Julian Tatje, endlich soweit. Die 53. Ausgabe des Rennsteiglauf in Thüringen stand an. Bei dem alle drei Distanzen mit Eisenach (Supermarathon), Neuhaus am Rennweg (Marathon) und Oberhof (Halbmarthon) an verschiedenen Orten starten, aber alle am schönsten Ziel der Welt, dem Schmiedefeld enden. Seit Anfang November 2025 hat sich die Gruppe für diesen Lauf, insbesondere durch sonntägliche Trainingseinheiten im Teutoburger Wald,vorbereitet. Witterungsbedingt war die Vorbereitung dieses Mal jedoch besonders herausfordernd. Schnee und Eis führten teilweise zum Abbruch geplanter Trainingsläufe. Auch sorgten Stürze für Verletzungen, sodass einzelne Läufer diese Mal nicht teilnehmen konnten. Für alle anderen war das Wochenende ein voller Erfolg.

Für Bianca Stein war es ein ganz besonderer Tag. Sie erfüllte sich einen Lebenstraum, indem sie die Königsetappe den Supermarathon, eine Strecke von 73,9 Kilometern und 1.900 Höhenmeter in einer fabelhaften Zeit von 8:59:22 absolvierte.

Auch Claudia und Mika Sechelmann gaben ihr Debüt bei Europas größtem Crosslauf. Während Mama Claudia den Halbmarathon (2:18:56) bestritt, lief ihr Sohn seinen ersten Marathon (42,3 km und 769 Höhenmeter) in 4:51:43. Ralf Buse gab ebenfalls sein Debüt beim Rennsteigmarathon und kam gemeinsam mit Alexandra Frohne in 4:55:45 ins Ziel. Judith Lütke Besselmann-Growe (4:53:09) und Lars Korfmacher (4:51:43) absolvierten ebenfalls den Marathon. Letzterer verbesserte seine Vorjahreszeit um zwei Sekunden. Für Nadine Streich war es nach zehn Jahren endlich wieder Zeit für einen Halbmarathon, erstmals jedoch als Trailvariantemit 351Höhenmetern. Sie überquerte gemeinsam mit Kerstin Auerswald und Sabrina Grüter in 2:32:52 die Ziellinie. Zudem liefen Jana Albrecht, Maike Sendfeld (beide 2:18:56) und Willy Rothaus (2:24:33) den Halbmarathon. Für Willy Rothaus war es die insgesamt zehnte Teilnahme beim Rennsteig. Angefangen hat er zunächst mit der Marathondistanz bevor er vor einigen Jahren auf die kürzere Strecke gewechselt ist. Die Walkingstrecke mit 21 Kilometern und 350 Höhenmetern absolvierten in diesem Jahr Daniela Wieck (4:07:46) und Katja Krzis (4:10:43). Alle Teilnehmer lobten die super Organisation des Laufes. Es gab genügend Verpflegungsstationen und gerade als es auf der Marathonstrecke drohte schwer zu werden, zauberte ein kleiner Junge mit einer Schüssel voller Schokolade, die er an die Läufer verteilte, Allen ein Lächeln ins Gesicht. Zum Abend wurden dann noch einmal alle Kräfte mobilisiert, um auf der Abschlussparty mitzufeiern und vor allem das Rennsteiglied mitzusingen. Das Lied ist absoluter Kult und wird immer wieder angestimmt. Weiteres kulturelles Highlight ist der „Schneewalzer“. Vor dem Start der einzelnen Strecken, schunkeln und tanzen die Läufer gemeinsam in ihren Startblöcken.

Wer nun Lust bekommen hat, dieses einmalige Laufevent selbst zu erleben: Hier schon mal der Refrain desRennsteiglieds „Diesen Weg auf den Höh’n bin ich oft gegangen, Vöglein sangen Lieder. Bin ich weit in der Welt habe ich Verlangen, Thüringer Wald nur nach dir.“ Die Vorbereitung auf den Rennsteiglauf 2027 beginnt am Sonntag, den 1. November 2026. Bis dahin, so versprach Julian Tatje seinen Athleten, gehöre der Sonntagvormittag wieder ihnen.

Foto: WSU