Zeugnis in der Tasche, Zukunft noch unklar – Nach der Schule: IHK berät bei Berufsorientierung

Mit der Zeugnisvergabe beginnen für viele Schülerinnen und Schüler die Sommerferien. Für einige startet aber auch ein neuer Lebensabschnitt. Wer die Schule verlässt, fragt sich, wie es nun weitergeht. Die Fülle an Ausbildungsberufen und Studiengängen eröffnet viele Chancen. „Sie kann aber auch überfordern“, stellt Carsten Taudt fest. „In dieser Phase brauchen junge Menschen nicht nur Informationen, sondern Ansprechpersonen, die ihnen zuhören, ihre Stärken erkennen und gemeinsam mit ihnen realistische Perspektiven entwickeln“, erklärt der Leiter des Geschäftsbereichs Bildung und Fachkräftesicherung bei der IHK Nord Westfalen. Mit dem Team der Passgenauen Besetzung stellt die IHK den Jugendlichen genau zu diesem Zweck Ansprechpartnerinnen und -partner zur Seite.

„Berufsorientierung ist Beziehungsarbeit“, ist Taudt überzeugt. Schulabgängerinnen und -abgängern stehen so viele Möglichkeiten offen, dass sie sich oft überwältigt fühlen und Entscheidungen aufschieben. „Sie brauchen deshalb Ermutigung.“ Dazu können auch die Unternehmen einen Beitrag leisten. „Betriebe, die frühzeitig Einblicke in den Berufsalltag ermöglichen und jungen Menschen auf Augenhöhe begegnen, unterstützen nicht nur die berufliche Orientierung, sondern stärken zugleich ihre eigene Fachkräftesicherung.“

Die „Passgenaue Besetzung“ hilft nicht nur bei der Orientierung, sondern pflegt auch Kontakte zu Betrieben in der Region. Das erhöht die Chance, auch kurzfristig einen Ausbildungsplatz zu finden. „Die Botschaft lautet: Du musst deinen Lebensweg nicht heute schon festlegen, sondern nur den ersten Schritt gehen.“ Erreichbar ist das Team über die Ausbildungshotlines 0251 707‑555 und 0209 388‑555. Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert. Weitere Infos: www.ihk.de/nw/passgenau.

Carsten Taudt, Geschäftsbereichsleiter Bildung, Fachkräftesicherung und Recht bei der IHK Nord Westfalen.

Foto: Grundmann/IHK