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Engagement der Aktion Kleiner Prinz im Ahrtal

Foto: AKP

Vor fünf Jahren ist die Flut über das Ahrtal hereingebrochen, eine Katastrophe unvorhergesehenen Ausmaßes. Zeit, bei der Aktion Kleiner Prinz nachzufragen, ob und wie die Kinderhilfsorganisation helfen konnte.

„Wir haben die Gelder, die unsere Spender uns haben zukommen lassen, sehr bewusst eingesetzt“, erläutert die Vorsitzende Sylvia Oertker. „Begonnen haben wir mit direkter Finanzhilfe zur Wiederbeschaffung von Hausrat für von der Flut betroffene Familien mit Kindern, die auf einmal vor dem Nichts standen. Weiterhin wollten wir mit der Unterstützung der offenen Kinder- und Jugendarbeit in Bad Neuenahr („OKUJA“) dabei helfen, den Kindern und Jugendlichen, die massiv unter der Zerstörung ihrer vertrauten Umgebung gelitten hatten, eine Anlaufstelle und sinnvolle Beschäftigung zu ermöglichen, bei der sie wenigstens kurzzeitig dem belastenden Alltag entfliehen konnten. Zunächst geschah das dadurch, dass wir für Jugendarbeit ausgestattete Container zur Verfügung stellten und eine Fachkraft mitfinanzierten, später unterstützten wir Projekte auch in anderen Kommunen, z.B. einen Spielplatz in Schleiden und einen Motorikraum in einer Grundschule in Leichlingen, wo Kinder und Jugendliche in geschützter Umgebung zusammenkommen und im besten Fall ihre Erlebnisse verarbeiten konnten und auch weiterhin können. Langfristig engagierten und engagieren wir uns in Ahrweiler bei der „Lebensberatung“, bei der wir die Stelle einer Psychologin mitfinanzieren, die für Traumabewältigung ausgebildet ist und in verschiedenen Projekten mit den Kindern arbeitet.“ Des Weiteren laufe das Jugendhilfeprojekt „Level up“ zusammen mit der katholischen Familienbildungsstätte Bad Neuenahr-Ahrweiler, so Oertker. Das aktuelle und bisher letzte durch Fluthilfespenden finanzierte Projekt sei der Aufbau eines Spielplatzes in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Projektpartner, dem „Dorfverschönerungsverein Iversheim e.V.“. Für die Kinder und Jugendlichen, die weiterhin unter Belastungserfahrungen leiden, sei es wichtig, durch Spiel und Bewegung Freundschaften zu fördern, Selbstvertrauen aufzubauen und damit die physische und psychische Gesundheit zu fördern. Der neue Spielplatz konnte gerade eingeweiht werden.

„Fünf Jahre“, fasst Oertker zusammen, „mögen eine recht lange Zeit sein. Es ist auch viel Gutes geschehen. Aber bis die Wunden ganz verheilt sind, wird es noch dauern. Wir wollen den Kindern mit den fortgeführten Projekten dabei helfen.“