Fettmarkt – das Warendorfer Highlight
Ab dem 17. Oktober locken Kirmes, Altstadttrödel, Landwirtschaftsmarkt und verkaufsoffener Sonntag in die Pferdestadt!
Der Herbst ist da und das ist ein sicheres Zeichen, dass in Warendorf einmal mehr ein besonderes Highlight die Gäste erwartet. Mit gebrannten Mandeln und Zuckerwatte, Fischbrötchen, Manta-Platte und den ganzen buntschillernden Höher-Schneller-und-Wahnsinniger-Attraktionen, die zu einer modernen Kirmes dazugehören. Von Samstag, 17. Oktober, bis Mittwoch, 21. Oktober, lädt die Stadt zum Fettmarkt ein. Kirmes, verkaufsoffener Sonntag, Altstadttrödel sowie der Kram- und Landwirtschaftsmarkt sorgen dabei für ein abwechslungsreiches Programm.
Die Geschichte des Warendorfer Fettmarktes reicht fast 370 Jahre zurück. Was einst vor allem ein wichtiger Handelsplatz für die Menschen aus der Stadt und dem Umland war, hat sich im Laufe der Jahrhunderte zu einem großen Volksfest entwickelt. Ganz verschwunden ist der ursprüngliche Marktcharakter allerdings nicht. Insbesondere am traditionellen Fettmarktmittwoch wird noch deutlich, wo die Veranstaltung ihre Wurzeln hat.
Zunächst aber gehört das Wochenende den Schaustellern. Offiziell eröffnet wird die Fettmarktkirmes am Samstag, 17. Oktober. Bereits um 14.30 Uhr werden am Musik-Shop Lebkuchenherzen für die Verlosung ausgegeben. Um 15 Uhr folgt dort die eigentliche Eröffnung mit der Stadtkapelle und dem traditionellen Fassanstich. Anschließend übernehmen Fahrgeschäfte, Buden und Imbissstände das Geschehen auf dem Festplatz am Lohwall.
Am Sonntag, 18. Oktober, geht es ab 12 Uhr auf der Kirmes weiter, eine Stunde öffnen in der Altstadt die Geschäfte zum verkaufsoffenen Sonntag ihre Türen. Damit lässt sich der Kirmesbesuch mit einem Bummel – derzeit wegen der Baustellen eher ein Slalomlauf – durch die Warendorfer Innenstadt verbinden.
Der Montag steht traditionell im Zeichen der Familien. Ab 15 Uhr bieten die Schausteller beim Familientag zahlreiche Vergünstigungen und besondere Aktionen für Kinder an. Bei verschiedenen Angeboten sind Ersparnisse von bis zu 30 Prozent möglich.
Am Dienstag öffnet die Kirmes ebenfalls um 15 Uhr. Am Abend richten sich die Blicke dann nach oben: Um 21 Uhr bedanken sich die Schausteller mit einem Höhenfeuerwerk bei den Besucherinnen und Besuchern. Das Feuerwerk bildet zugleich den weithin sichtbaren Auftakt zum letzten und zugleich traditionsreichsten Tag des Fettmarktes.
Denn während am Dienstagabend noch die letzten Besucher über den Festplatz schlendern, beginnt für manchen Händler bereits die Vorbereitung auf den frühen Mittwochmorgen. Am 21. Oktober zeigt sich der Fettmarkt von seiner ursprünglichen Seite. Bereits um 7 Uhr startet der Altstadttrödel, der Jahr für Jahr zahlreiche Schnäppchenjäger in die Straßen lockt.
Eine Stunde später beginnt um 8 Uhr der Kram- und Landwirtschaftsmarkt. Auf der Linnenwiese und in den angrenzenden Straßen treffen dann Handel, Landwirtschaft und Fettmarkttradition aufeinander.
Um 10 Uhr nimmt schließlich auch die Kirmes wieder ihren Betrieb auf. Damit laufen am Fettmarktmittwoch die verschiedenen Teile der Veranstaltung parallel: Während auf dem Trödelmarkt gesucht und gehandelt wird, präsentieren sich Landwirtschaft und Händler auf dem Markt, und nur wenige Schritte weiter sorgen die Schausteller für Kirmesatmosphäre.
Gerade diese Mischung macht den besonderen Charakter des Warendorfer Fettmarktes aus. Fast 370 Jahre nach seinen Anfängen erinnert der Mittwoch noch immer an die Bedeutung, die Märkte früher für Handel und Begegnung hatten. Gleichzeitig ist rund um den Lohwall längst eine moderne Kirmes entstanden. Ein Bogen zwischen Tradition und Moderne, der sich bereits seit Jahren als erfolgreicher Magnet für die Gäste erweist.

Fotos: Rieder
