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Danknachmittag für alle Bezirkshelferinnen der kfd

Am Dienstag, den 29. 09. 2026 fand der diesjährige Danknachmittag für alle Bezirkshelferinnen der kfd statt. Ca. 40 Frauen nahmen teil.

Zunächst war eine Führung/Besichtigung bei der Fa. Gebrasa Gebr. Rath GmbH  in Sassenberg  geplant. Heinz Offers führte die Damen durch das Gelände und erzählte ihnen einiges von der Geschichte der Firma.

Die Kammgarn-Spinnerei und Färberei Gebr. Rath bestand über 100 Jahre, bevor Anfang der 80er Jahre sich der Wollmarkt ausschließlich an den Endverbraucher richtet.

Mit ihrer Geschichte ist mehr als der Werdegang eines Unternehmens verknüpft. Denn die Produktionsstätten der Gebrasa-Wolle ruhten auf den Grundlagen einer alten Residenz.

Um ihre Mauern weht der Hauch bedeutender historischer Ereignisse. Ein Teil des fürstbischöflichen Schlosses Sassenberg gehört seit langem zum Betrieb. Unter seinem Dach hat die Entwicklung der Firma ihren Anlauf genommen.

Auch der landesherrliche Drostenhof war die eigentliche Urzelle des Unternehmens.

Danach ging es weiter zum Kaffeetrinken in das „Alte Zollhaus“ – Stadtprojekt Sassenberg, wo sie mit einem Kuchenbuffet verwöhnt wurden.

Josef Lutterbeck erwartete die Frauen dort und erläuterte den Frauen die Restaurierung/Wiederaufbau des Gebäudes:

Bei dem „Alten Zollhaus“ handelt es sich um eines der ältesten erhaltenen Häuser Sassenberg. Bestehend aus drei Hausteilen befindet es sich im Kern von Sassenberg. Ganz in Sichtweite dieser alten Gemäuer ist die Pfarrkirche St. Johannes Evangelist und Haus Schücking zu finden.

Errichtet wurde das Fachwerkhaus, dass ursprünglich als Bürgerhaus diente, im Jahr 1734. Zwischen 1890 und 1906 kassierte man dort Gebühren von Reisenden auf der Chaussee zwischen Münster und Warendorf.

Zu dieser Zeit gab es in dem „Alten Zollhaus“ eine Schankwirtschaft, von der heute noch eine Küche mit mächtiger Herdstelle und eine barocke Kölner Decke erhalten sind. Bei dieser besonderen Deckenkonstruktion sind die hölzernen Deckenbalken und Dielen vollständig mit Putz überzogen. Die sogenannte „Upkammer“ – ein höherliegendes Zimmer über dem Keller – wurde wahrscheinlich erst im 19. Jahrhundert gebaut.

Nachdem das Hausensemble Jahrzehnte nicht bewohnt war und die eindringende Nässe, Schäden an der Dachkonstruktion, der Fachwerkkonstruktion, den Decken und Böden sowie an den farbigen Oberflächen und Putzen entstanden, gründete sich 2005 der Verein „Stadtprojekt Sassenberg e.V.“ mit dem Ziel, dieses zu erhalten und einer zukünftigen Nutzung zuzuführen

Seit dem Abschluss der Bauarbeiten steht den Bürgern das „Alte Zollhaus“ als kulturelle Begegnungsstätte zur Verfügung.

Die Frauen waren begeistert und erlebten einen unterhaltsamen Nachmittag.

 

 Foto: KFD