Was vor vier Jahrzehnten mit dem Wunsch nach Austausch und Unterstützung begann, ist heute für viele Menschen mit Multipler Sklerose ein wichtiger Anker im Alltag. Multiple Sklerose ist eine chronische Erkrankung des zentralen Nervensystems, die Betroffene vor sehr unterschiedliche Herausforderungen stellt Mit einer Feierstunde im Hotel „Im Engel“ feierte der DMSG-Kontaktkreis Warendorf sein 40-jähriges Bestehen. Gemeinsam erinnerten sich Mitglieder, Angehörige und Wegbegleiter an bewegende Begegnungen, geteilte Herausforderungen und viele Momente gegenseitiger Ermutigung.
Die Jubiläumsfeier eröffnete Brigitte Linnemann vom Leitungsteam des Kontaktkreises. In ihrer Begrüßung erinnerte sie an die im März verstorbene Gerda Zumbusch, die die Gruppe über viele Jahre mit großem Engagement geprägt und geleitet hatte. Ihr Wirken stand auch in den anschließenden Grußworten im Mittelpunkt.
Als Schirmherr des Kontaktkreises würdigte Warendorfs Bürgermeister Peter Horstmann die Bedeutung der Selbsthilfe für Betroffene und ihre Angehörigen. „Der Kontaktkreis ist für viele Betroffene ein wichtiger Anker und für das soziale Leben in Warendorf eine Bereicherung“ und verband diese mit dem Versprechen: „Die Stadt bleibt an der Seite des Kontaktkreises und wird alles dafür tun, dass Warendorf eine soziale Gemeinschaft für alle bleibt“
Dr. Sabine Schipper, Geschäftsführerin des DMSG-Landesverbandes Nordrhein-Westfalen, hob das langjährige Engagement der Ehrenamtlichen hervor. „Selbsthilfe stärkt, schafft Verständnis und verbindet Menschen miteinander“, betonte sie. Gleichzeitig müsse sie sich kontinuierlich weiterentwickeln, um auf neue Herausforderungen reagieren zu können. Die DMSG setze sich dabei aktiv für die Interessen von Menschen mit Multipler Sklerose ein. Der Kontaktkreis Warendorf gehöre seit vielen Jahren zu den aktiven und geschätzten Gruppen des Landesverbandes. Zum Jubiläum überreichte sie eine Auszeichnung.
Für die Selbsthilfe-Kontaktstelle Kreis Warendorf gratulierte Christa Steinhoff-Kemper und überbrachte zugleich die Glückwünsche des Paritätischen NRW. Sie verwies auf die Veränderungen, die Selbsthilfegruppen in den vergangenen Jahrzehnten erlebt hätten. „Der Kern der Selbsthilfe bleibt unverändert: Menschen unterstützen Menschen“, sagte sie. Angesichts der Herausforderungen im Gesundheitswesen gewinne diese Form der gegenseitigen Unterstützung weiter an Bedeutung. Auch um auf die Folgen von Kürzungen und Versorgungsengpässen hinzuweisen.
Auch Sonja Mursch, Beraterin der DMSG, würdigte die Arbeit des Kontaktkreises. „Der Zusammenhalt im Kontaktkreis ist etwas Besonderes“, sagte sie. Seit vielen Jahren begleitet sie die Gruppe und unterstützt das Leitungsteam bei seiner Arbeit.
Heute wird der Kontaktkreis von Brigitte Linnemann, Heike Dirkes und Ellen Rosendahl geleitet. Die Jubiläumsfeier machte deutlich, welchen Stellenwert die Selbsthilfe für Menschen mit Multipler Sklerose und ihre Angehörigen hat. Seit vier Jahrzehnten ist der Kontaktkreis Warendorf eine wichtige Anlaufstelle für Austausch, Unterstützung und Gemeinschaft.
Interessierte können sich per E-Mail an dmsg-warendorf@online.de oder telefonisch bei Brigitte Linnemann unter 02528 378705 melden. Weitere Informationen bietet der Kontaktkreis unter www.dmsg-warendorf.de .

v.l.n.r. Peter Horstmann, Brigitte Linnemann, Ellen Rosendahl, Dr. Sabine Schipper, Heike Dirkes, Sonja Munsch, Christa Steinhoff-Kemper.
Foto: Der Paritätische NRW
