Die Zahl der Verkehrsunfälle im Kreis Warendorf ist im Jahr 2025 gestiegen. Insgesamt registrierte die Polizei 9.307 Unfälle, das sind 6,6 Prozent mehr als im Jahr zuvor (8.728). Das geht aus der aktuellen Verkehrsunfallbilanz der Kreispolizeibehörde hervor.
Auch die Zahl der Unfälle mit Personenschaden nahm zu. 941 Verkehrsunfälle mit Verletzten oder Getöteten wurden gezählt – ein Plus von 7,3 Prozent. Insgesamt 1.162 Menschen wurden im vergangenen Jahr bei Verkehrsunfällen verletzt oder getötet.
Eine deutlich positive Entwicklung zeigt sich jedoch bei den tödlichen Unfällen: Fünf Menschen kamen 2025 im Straßenverkehr ums Leben, im Jahr zuvor waren es noch 13.
„Wir haben weniger Verkehrstote und die niedrigste Verunglücktenhäufigkeit im Münsterland“, sagte Landrat Dr. Olaf Gericke im Pressegespräch. Erfreulich sei zudem, dass die Unfallhäufigkeit im Kreis Warendorf unter dem Landesdurchschnitt von Nordrhein-Westfalen liege und nur sehr wenige Kinder auf dem Schulweg verletzt wurden.
Deutlich zugenommen haben dagegen Unfälle mit Radfahrenden. Bei 352 Verkehrsunfällen mit Fahrrädern oder Pedelecs wurden 351 Menschen verletzt, drei von ihnen tödlich. Auch bei E-Scootern verzeichnete die Polizei einen Anstieg: 54 Menschen verunglückten damit im vergangenen Jahr, 2024 waren es noch 37.
Ein weiterer Trend sind sogenannte Alleinunfälle, bei denen nur ein Verkehrsteilnehmer beteiligt ist. Hier registrierte die Polizei 195 Fälle. Häufigste Unfallursache bleibt weiterhin das Missachten von Vorfahrt oder Vorrang. Zudem stellten Polizei und Kreis im vergangenen Jahr mehr als 111.000 Geschwindigkeitsverstöße fest.

V.l.nr.r.: Abteilungsleiterin Polizei Andrea Mersch-Schneider, Landrat Dr. Olaf Gericke, Leiter Direktion Verkehr Johannes Schütze
Foto: Kreis Warendorf
