Sicherheit im Frei– und Strandbad: Stadt Sassenberg wirbt für mehr Elternaufsicht und Respekt gegenüber dem Badpersonal.
Die vergangenen Wochen haben erneut gezeigt, wie anspruchsvoll die Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Frei– und Strandbädern geworden ist. Während viele Gäste ihre Freizeit genießen, sorgt das Badpersonal täglich dafür, dass alle Besucherinnen und Besucher einen sicheren und unbeschwerten Tag verbringen können. Dazu gehört nicht nur die Überwachung des Badebetriebs, sondern im Ernstfall auch die Rettung von Menschenleben.
Allein innerhalb einer Woche mussten die Mitarbeitenden des Strandbades in Sassenberg fünf Kinder aus dem Wasser retten und so vor dem Ertrinken bewahren. In allen Fällen waren die Kinder nicht ausreichend beaufsichtigt.
Viele Menschen verbinden Ertrinken mit lauten Hilferufen und hektischen Bewegungen. Die Realität sieht anders aus: Ertrinken geschieht häufig lautlos und innerhalb weniger Sekunden. Deshalb gilt insbesondere für Kleinkinder und Nichtschwimmer: Sie müssen jederzeit unmittelbar begleitet und beaufsichtigt werden.
Heike Höft, Badleitung bei der Stadt Sassenberg appelliert an alle Eltern mit einer einfachen, aber wichtigen Botschaft:
„Ein Blick aufs Handy. Ein Leben aus den Augen. Das Handy kann warten. Ein Buch kann warten. Die Aufmerksamkeit für das eigene Kind nicht.“
Um die Eltern für ihre Verantwortung zu sensibilisieren sprechen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Frei– und Strandbades Eltern regelmäßig an, wenn Kinder unbeaufsichtigt im Wasser sind. „Diese Hinweise erfolgen nicht aus Willkür, sondern aus Verantwortung. Die Badeaufsicht sorgt für die Sicherheit aller Gäste, sie kann jedoch die Aufsichtspflicht der Eltern nicht übernehmen.“, betont Höft.
Leider stoßen diese notwendigen Hinweise nicht immer auf Verständnis. Immer wieder werden Beschäftigte beschimpft, beleidigt oder persönlich angegriffen. Teilweise werden Situationen aus dem Zusammenhang gerissen in sozialen Netzwerken veröffentlicht, obwohl das Personal ausschließlich seiner gesetzlichen und beruflilchenVerantwortung nachkommt.
Die Stadt Sassenberg unterstützt deshalb ausdrücklich die Haltung des Bundesverbandes Deutscher Schwimmmeister e. V.: Gewalt, Bedrohungen und Respektlosigkeit gegenüber Badpersonal sind nicht hinnehmbar. „Wer Einsatzkräfte im Schwimmbad beleidigt oder angreift, richtet sich gegen die Menschen, die täglich Verantwortung für die Sicherheit und im Ernstfall für das Leben anderer übernehmen.“, erläutert Bürgermeister Josef Uphoff. „Unsere Beschäftigten sind angewiesen, die Haus- und Badeordnung konsequent umzusetzen. Sie handeln nicht, um Gäste zu bevormunden, sondern um Gefahren zu verhindern und allen Besucherinnen und Besuchern einen sicheren Aufenthalt zu ermöglichen.“.
Gleichzeitig bedankt sich die Stadt ausdrücklich bei der überwiegenden Mehrheit der Badegäste, die sich rücksichtsvoll verhält, Regeln beachtet und die Arbeit des Personals unterstützt. Dieses Miteinander ist die Grundlage für einen sicheren Badebetrieb.
Neben der Aufsicht spielt auch das sichere Schwimmen eine entscheidende Rolle. Deshalb bietet die Stadt Sassenberg Schwimm- und Wassergewöhnungskurse für Kinder, Jugendliche und Erwachsene an. Schwimmen lernen schützt. Aufsicht rettet Leben. Beide Bausteine gehören zusammen und tragen dazu bei, Unfälle zu vermeiden.
Bürgermeister und Verwaltung appellieren daher an alle Besucherinnen und Besucher des Freibades und der Badeseen:
Begleiten Sie Ihre Kinder ins Wasser. Bleiben Sie aufmerksam. Respektieren Sie die Hinweise unseres Personals. „Gemeinsam sorgen wir dafür, dass jeder Badetag mit schönen Erinnerungen endet und alle gesund nach Hause kommen.“, so Uphoff.


