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VHS-Landesverband NRW informiert sich über Erstorientierungskurs der VHS Warendorf

Die Volkshochschule Warendorf begrüßte kürzlich Niklas Christen, Zohra Bacha und Maria Dolores Gomez Carrasco vom Landesverband der Volkshochschulen von NRW e. V. aus Düsseldorf zu einem Besuch in einem Erstorientierungskurs. Ziel des Austauschs war es, einen Einblick in die praktische Umsetzung des Kursangebots zu gewinnen und mit den Beteiligten über die Bedeutung der Erstorientierung für neu zugewanderte Menschen ins Gespräch zu kommen.

Seitens der VHS Warendorf nahmen Alexandra Möllers, Programmbereichsleiterin für Deutsch als Zweitsprache (DaZ) und Integration, sowie die Dozentin und Sprachlehrkraft Jadranka Brezina an dem Termin teil. Gemeinsam stellten sie das Konzept der Erstorientierungskurse vor und berichteten aus ihrer täglichen Praxis.

Erstorientierungskurse richten sich an Menschen, die neu nach Deutschland gekommen sind und sich noch am Anfang ihres Integrationsprozesses befinden. Sie vermitteln grundlegendes Wissen für den Alltag – unter anderem zu den Themen Wohnen, Gesundheit, Bildung, Arbeit, Mobilität sowie zu den gesellschaftlichen Werten und dem Zusammenleben in Deutschland. Gleichzeitig erwerben die Teilnehmenden erste sprachliche Kompetenzen, die ihnen den Einstieg in den Alltag erleichtern.

Während seines Besuchs tauschten sich die Vertreter des Landesverbandes der Volkshochschulen von NRW e.V. auch mit den Kursteilnehmenden über ihre Erfahrungen aus. Dabei wurde deutlich, welchen hohen Stellenwert die Erstorientierungskurse für das Ankommen in Deutschland haben. Die Teilnehmenden berichteten, dass sie durch den Kurs mehr Sicherheit im Alltag gewinnen und wichtige Informationen erhalten, die ihnen helfen, sich in ihrer neuen Umgebung zurechtzufinden.

Im anschließenden Gespräch mit Alexandra Möllers und Jadranka Brezina standen die Organisation und Durchführung der Kurse sowie aktuelle Herausforderungen und Entwicklungsmöglichkeiten im Mittelpunkt. Dabei wurde die wichtige Rolle der Volkshochschulen als verlässliche Partner in der Integrationsarbeit hervorgehoben.

Die VHS Warendorf wertete den Besuch als wertvolle Gelegenheit zum fachlichen Austausch. Das Interesse des VHS-Landesverbandes an der praktischen Arbeit vor Ort unterstreicht die Bedeutung der Erstorientierungskurse als wichtigen Baustein einer gelungenen Integration und würdigt das Engagement der Lehrkräfte und Mitarbeitenden, die neu zugewanderte Menschen auf ihrem Weg in ein selbstständiges Leben in Deutschland begleiten.

Kursteilnehmende sowie Vertreterinnen der VHS Warendorf und des Landesverbandes der Volkshochschulen in NRW e.V. nahmen gemeinsam die Möglichkeit des Austausches wahr

 

Hintergrund – was ist ein „EOK-Kurs“?

Um Schutzsuchende und Zugewanderte dabei zu unterstützen, sich in Deutschland zurechtzufinden, fördert das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) Erstorientierungskurse (EOK), die auf dem Konzept „Erstorientierung und Deutsch lernen für Zugewanderte“ basieren. In diesen Kursen erhalten die Teilnehmenden wesentliche Informationen über das Leben hier und erwerben gleichzeitig erste Deutschkenntnisse.

Die Erstorientierungskurse richten sich an Personen, die nach ihrer Einreise und aufgrund ihrer Lebensumstände Bedarf an einem niederschwelligen Einstiegs- und Orientierungsangebot haben. Dies sind vorrangig Schutzsuchende. Sind darüber hinaus Plätze vorhanden, können insbesondere auch Schutzberechtigte und ihre Familien, andere Drittstaatsangehörige mit rechtmäßigem Aufenthalt sowie EU-Zugewanderte teilnehmen.

Voraussetzung ist in jedem Fall, dass die Teilnahme an einem Integrationskurs aus rechtlichen, tatsächlichen oder individuellen Gründen (noch) nicht möglich ist.