Der Jemen befindet sich in einer der schwersten humanitären Krisen der Welt. Die Folgen von Krieg, wirtschaftlichem Zusammenbruch und fehlender Infrastruktur treffen Kinder besonders hart. Millionen von ihnen wachsen in einer Umgebung auf, die geprägt ist von Armut, unzureichender Ernährung, Gewalt und fehlenden Perspektiven.
Schulbesuch ist für sehr viele Kinder nicht möglich, stattdessen arbeiten sie für das Überleben der Familie. Die Aktion Kleiner Prinz hat Kontakt aufgenommen zu dem Verein „Kinder Jemens in Not e.V.“, als sie von dessen Schulprojekt in den Städten Sana´a und Taiz sowie in den Regionen Ibb und Dhamar erfuhr, und unterstützt in den kommenden drei Schuljahren 20 von insgesamt 126 Kindern, Jungen wie Mädchen im Alter von 9 bis 14 Jahren, die einen gleichberechtigten Zugang zu Bildung erhalten sollen. Aus „Straßenkindern“ sollen „Schulkinder“ werden unter dem Motto „Schulbesuch statt Kinderarbeit“. Gefördert bzw. finanziert werden Schulgebühren, Schulmaterial und Schulkleidung, zudem werden die Familien unterstützt durch Lebensmittelpakete. Da mit einer lokalen Partnerorganisation zusammengearbeitet werden kann, sind direkte Betreuung und Unterstützung gewährleistet. Zwischen Schule, Kindern und Eltern gibt es eine enge Zusammenarbeit, die dabei hilft, den Schulerfolg sicherzustellen.
„Jedes einzelne Kinderschicksal ist wichtig“, versichert Projektmanager Dieter Grothues, „zudem aber ist klar, dass nur Menschen, die Bildung genossen haben, auf Dauer etwas für die Entwicklung ihres Landes bewirken können.“

