Der plötzliche Tod von Dr. Michael Quinckhardt hat bei allen Mitarbeitern der Aktion Kleiner Prinz Bestürzung und Trauer ausgelöst.
Schon kurz nach der Gründung der Kinderhilfsorganisation im Jahre 1993 stellte er seine Zeit und Kraft, seine Ideen und Ideale zuverlässig in deren Dienst.
Seine berufliche Kompetenz und Erfahrung brachte er erfolgreich in diese Arbeit ein. So war er aktiv an der Planung und Durchführung des Neubaus der Halle am Hartsteinwerk beteiligt. Nach dem Ausscheiden aus dem Beruf setzte er die frei gewordene Zeit noch intensiver für die Arbeit des Kleinen Prinzen ein; er übernahm für zwei Jahre kommissarisch den Vorsitz im Vorstand und unterstützte aktiv die Arbeit im Lager, wo er sich um die Logistik und Koordination der Hilfstransporte nach Rumänien, Bosnien und in den letzten Jahren auch in die Ukraine kümmerte. Die Begabung, Abläufe in der Lagerlogistik zu analysieren und zu verbessern, war dem Team eine große Hilfe. Etliche Hilfsprojekte hat er vorangebracht, motiviert von dem Gedanken, mit seiner Arbeit die Not von Kindern in Krisen- und Kriegsgebieten oder in sozialem Elend nachhaltig zu lindern.
Viele Projekte, die die Aktion kleiner Prinz in aller Welt betreut, hat er persönlich in Augenschein genommen. Er konfrontierte sich bei jeder Reise neu mit dem Schicksal der Kinder, die ihren Lebensverhältnissen oft schutz- und hilflos ausgeliefert sind. Wenn er von diesen Reisen zurückkehrte, war ihm seine Betroffenheit deutlich anzumerken. Aber er berichtete auch von herzlicher Gastfreundschaft und beeindruckenden Begegnungen.
Michael Quinckhardts besonnene, von ihm manchmal als speziell hanseatisch bezeichnete Art, mit Menschen umzugehen, und seine Zuverlässigkeit haben alle Mitarbeiter der Aktion Kleiner Prinz sehr geschätzt. Empathie und ehrliche Zugewandtheit brachte er allen entgegen, denen er begegnete. Als stellvertretender Vorsitzender hat er seit 2025 noch mehr Verantwortung übernommen, beseelt von dem Wunsch, den notleidenden Kindern Hilfe und Unterstützung zukommen zu lassen und ein eigenständiges Leben durch Bildung zu ermöglichen.
Dass er nun nicht mehr dabei ist, ist für Viele noch gar nicht fassbar. Sein Tod reißt eine große Lücke in die Reihen der Aktion Kleiner Prinz.

