Der SPD Ortsverein Warendorf/Einen-Müssingen hat auf seiner jüngsten Mitgliederversammlung eine Reihe wichtiger Themen beraten und personelle Entscheidungen getroffen. Neben intensiven Diskussionen zur Stadtentwicklung standen die Vorstellung einer möglichen Landtagskandidatin, Delegiertenwahlen sowie zwei besondere Ehrungen im Mittelpunkt.
Intensive Diskussionen zur Stadtentwicklung – Fokus auf Brinkhausgelände
Einen breiten Raum nahm die Diskussion um das Brinkhausgelände ein, das weiterhin zu den zentralen Zukunftsprojekten der Stadt zählt. Die Mitglieder betonten die Bedeutung einer professionellen Projektsteuerung. Bei Vorhaben dieser Größenordnung sei es üblich und fachlich geboten, externe Projektsteuerer einzusetzen, um Planung, Fördermittelmanagement und Umsetzung sachgerecht und zeitlich strukturiert zu koordinieren. In Gesprächen mit Bürgerinnen und Bürgern trifft dieser Punkt häufig auf Unverständnis. Angesichts der Vielzahl großer Infrastrukturprojekte in Warendorf ist die externe Vergabe jedoch ein notwendiger Schritt, um die Entwicklung der Industriebrache zügig und professionell voranzubringen.
Positiv aufgenommen wurde, dass inzwischen auch andere Parteien sowie eine Befragung der WIWA unseren Ansatz zur Umsetzung der im Rat beschlossenen „Warendorfer Position“ aufgreifen: Als Eigentümerin die Planung voranbringen, um Fördermöglichkeiten optimal zu nutzen, und gleichzeitig frühzeitig Investoren für spätere Teilflächen zu gewinnen. Ein wichtiges Signal für die weitere Entwicklung des Areals.
Vorstellung von Nadine Diekmann als mögliche Landtagskandidatin
Im weiteren Verlauf stellte sich Nadine Diekmann aus Oelde den Mitgliedern vor. Die 1985 geborene Sozialpädagogin arbeitet an einer Grundschule und ist seit 2019 Mitglied des Oelder Stadtrats. Sie ist zudem zweite stellvertretende Bürgermeisterin und engagiert sich in mehreren Ausschüssen sowie in verschiedenen sozialen und kulturellen Initiativen.
Diekmann machte deutlich, dass sie sich um die SPD‑Kandidatur für den Landtagswahlkreis 86 („Nordkreis“) zur Landtagswahl 2027 bewerben möchte. Ein besonderes Anliegen sei ihr, jungen Menschen eine stärkere politische Stimme zu geben. Ihre Vorstellung wurde von den Mitgliedern aufmerksam und positiv aufgenommen.
Delegiertenwahlen für Kreis- und Landesebene
Im Anschluss fanden zwei Delegiertenwahlen statt. Gewählt wurden die Vertreterinnen und Vertreter des Ortsvereins für die Wahlkreisdelegiertenkonferenz des SPD‑Kreisverbands Warendorf sowie für den außerordentlichen Kreisparteitag zur Vorbereitung der Landtagswahl 2027 und der Landesliste der NRWSPD.
Mit klaren Ergebnissen wurden Brigitte Brinkmann, Paul Dammertz, Karin Remeikis und Fritz Spratte gewählt. Alle Gewählten nahmen ihre Wahl an.
Ehrung für 50 Jahre Mitgliedschaft
Ein besonderer Moment der Versammlung war die Ehrung von Mathilde Thüß, die seit 50 Jahren Mitglied der SPD ist. Der Ortsverein würdigte ihr langjähriges Engagement und ihren Beitrag zur sozialdemokratischen Arbeit in Warendorf.
Glückwünsche zum 80. Geburtstag
Darüber hinaus gratulierte Ortsvereinsvorsitzender Markus Haffke dem langjährigen Mitglied Dr. Erich Tertilt zu seinem 80. Geburtstag. Tertilt war über viele Jahre hinweg als stellvertretender Bürgermeister, Stadtverbandsvorsitzender und Ratsmitglied aktiv und prägte die kommunalpolitische Arbeit der SPD in Warendorf nachhaltig.
Fazit
Die Mitgliederversammlung zeigte eine engagierte und lebendige SPD Warendorf, die sowohl personell als auch inhaltlich wichtige Weichen für die kommenden Monate gestellt hat. Mit Blick auf die Landtagswahl 2027, die Entwicklung des Brinkhausgeländes und die Stärkung der kommunalpolitischen Arbeit sieht sich der Ortsverein gut aufgestellt.

Fotos: SPD Ortsverein Warendorf / Einen-Müssingen
