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Deutsch-polnischer Schüleraustausch

Deutsch-polnische Schulpartnerschaft wird in Warendorf weiter vertieft: Gegenbesuch aus Marienburg / Malbork vom 13. bis 17. April 2026

Vom 13. bis 17. April 2026 begrüßt das Mariengymnasium Warendorf Schülerinnen und Schüler der Technischen Schule aus Malbork (Marienburg) zu einem mehrtägigen Gegenbesuch. Die Begegnung ist Teil einer wachsenden deutsch-polnischen Schulpartnerschaft, die den interkulturellen Austausch und das gegenseitige Verständnis nachhaltig stärken soll.

Das Mariengymnasium nimmt bereits seit 2008 am Erasmus+-Programm teil und fördert damit kontinuierlich internationale Begegnungen sowie interkulturelle Kompetenzen. Auch der Aufenthalt der Warendorfer Schülerinnen und Schüler in Polen im Herbst 2025 wurde im Rahmen dieses Programms realisiert. Während ihres Besuchs erhielten die Jugendlichen vielfältige Einblicke in Geschichte, Kultur und Alltag des Nachbarlandes: Auf dem Programm standen unter anderem die Besichtigung der Marienburg, der größten Backsteinburg der Welt und UNESCO-Weltkulturerbe, ein gemeinsamer Kochabend mit traditionellen Pierogi sowie Exkursionen nach Danzig, an die Ostsee nach Zoppot (Sopot) und nach Frauenburg (Frombork), wo Nikolaus Kopernikus wirkte und seine kopernikanische Theorie (Heliozentrismus) entwickelte, nach der die Sonne – und nicht die Erde – das Zentrum des Sonnensystems bildet. Der Austausch mit der Partnerschule in Marienburg knüpft an diese langjährige Erfahrung an und entwickelt sie in einem neuen deutsch-polnischen Kontext weiter.

Nachdem die Warendorfer Schülerinnen und Schüler ihre Partnerschule bereits im Herbst 2025 besucht hatten, steht nun das Wiedersehen in Deutschland im Mittelpunkt. Neben dem gemeinsamen Unterricht lernen die Jugendlichen den Schulalltag, die Strukturen und das Leben ihrer Gastgeberinnen und Gastgeber aus nächster Nähe kennen. Ziel ist es, persönliche Kontakte zu vertiefen, Einblicke in unterschiedliche Lebenswelten zu gewinnen und neue Freundschaften entstehen zu lassen.

Ein abwechslungsreiches Programm führt die Gruppe auch über Warendorf hinaus: Bei der Erkundung der Stadt entdecken die Gäste ihre Gastgeberregion, während ein gemeinsamer Ausflug nach Münster mit der Besichtigung zentraler Sehenswürdigkeiten weitere kulturelle Eindrücke vermittelt.

Ein besonderer Höhepunkt der Begegnung ist ein gemeinsamer Workshop am Donnerstag, den 16. April, im Westpreußischen Landesmuseum. Unter dem Titel „Deutsch-polnische Begegnungen – Stereotype, Erfahrungen, Erwartungen“ setzen sich die Schülerinnen und Schüler beider Länder intensiv mit ihren Perspektiven auseinander. Der Workshop wurde vom Kulturreferat für Westpreußen, Posener Land und Mittelpolen konzipiert und wird von diesem auch durchgeführt. In Ergänzung hierzu wird Martin Koschny, kommissarischer Leiter des Westpreußischen Landesmuseums, eine Schwerpunktführung durch das Haus geben.  

Initiiert wurde die Schulpartnerschaft durch die Kulturreferentin Magdalena Oxfort gemeinsam mit Martin Koschny sowie den beteiligten Lehrkräften Sandra Benteler und Stephanie Taube (Mariengymnasium Warendorf) und Tomasz Olkowski (Technische Schule Marienburg / Malbork). Der Gegenbesuch in Warendorf wird maßgeblich aus dem Etat des Kulturreferates für Westpreußen, Posener Land und Mittelpolen finanziert. 

Die Begegnung ist ein weiteres Beispiel dafür, wie lebendige Bildungsarbeit zur deutsch-polnischen Verständigung beitragen kann: ganz konkret, persönlich und über Grenzen hinweg.

Foto: Magdalena Oxfort