Johannes Austermann, Betreiber des SCALA Filmtheaters in Warendorf, ist für weitere drei Jahre in den Hauptausschuss des HDF KINO e.V. gewählt worden. Bei der digitalen Mitgliederversammlung am 3. Juli erhielt er 81,6 Prozent der Stimmen und damit das beste Ergebnis in der Gruppe der Kleinbetriebe.
Austermann ist der einzige Vertreter aus dem Münsterland im neu gewählten Hauptausschuss. Der bisherige zusätzliche Vertreter aus Münster, Ansgar Esch von Cineplex Münster, war bei der Wahl nicht erneut angetreten. Dem Gremium gehören insgesamt 15 Vertreterinnen und Vertreter aus kleinen, mittleren und großen Kinounternehmen an. Es übernimmt eine zentrale Rolle bei der Interessenvertretung und strategischen Ausrichtung des Branchenverbandes.
In seiner zweiten Amtszeit möchte Austermann weiterhin insbesondere die Interessen kleiner und ländlicher Filmtheaterbetriebe auf Bundesebene einbringen. Dazu zählen auch die besonderen Herausforderungen von Kinos in Städten und Gemeinden abseits der großen Ballungsräume. Als Betreiber des SCALA Filmtheaters in Warendorf und der Kulturbühne in Versmold kennt er die Bedingungen vor Ort aus eigener Erfahrung.
„Ich freue mich sehr über das Vertrauen der Kolleginnen und Kollegen. Die kleinen und ländlichen Kinos brauchen auf Bundesebene eine starke Stimme“, sagt Johannes Austermann. „Mir ist besonders wichtig, dass wir als Branche eine klare und gemeinsame Sprache finden. Nur wenn wir geschlossen auftreten, werden unsere Anliegen in Politik und Gesellschaft ausreichend wahrgenommen.“
Austermann hatte das Warendorfer Kino 2019 übernommen. Zuvor war er als Bankkaufmann tätig. Die Perspektive als Quereinsteiger prägt bis heute seinen Blick auf die Kinobranche. In den vergangenen drei Jahren baute er seine Netzwerkarbeit weiter aus und vertrat die Interessen der Filmtheater bei zahlreichen Branchenveranstaltungen sowie auf Landes- und Bundesebene. Auch seine politische Erfahrung bringt er in die Arbeit ein: Austermann ist stellvertretender Bürgermeister von Warendorf.
Ein Schwerpunkt seiner kommenden Amtszeit soll die nachhaltige Sicherung der Kinokultur als wichtiger Bestandteil des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens sein. Austermann setzt sich außerdem für die Wiedereinführung des Zukunftsprogramms Kino ein und hat dazu bereits Gespräche mit dem Bundeskulturministerium geführt.
„Kinos sind nicht nur Orte, an denen Filme gezeigt werden. Gerade in kleineren Städten sind sie Treffpunkte, Kulturorte und Teil der örtlichen Identität“, so Austermann. „Wir müssen gemeinsam dafür sorgen, dass diese Bedeutung gesehen und langfristig gestärkt wird.“
Mit seiner Wiederwahl bleibt Warendorf damit auch in den kommenden drei Jahren im zentralen Interessenvertretungsgremium des HDF KINO präsent. Gleichzeitig erhält das Münsterland weiterhin eine Stimme, die die Perspektive kleiner Filmtheater in die bundesweite Branchenarbeit einbringt.

Das Bild entstand kurz nach der Wahl auf der CineHamburg. Von links Christine Berg Vorsitzende des HDF Kino e.V., Johannes Austermann SCALA Filmtheater Warendorf, Dr. Peter Tschentscher Erster Bürgermeister von Hamburg
Foto: Scala Kino
