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Kiepenkerl schließt: Ein Stück Sassenberger Innenstadt verschwindet

Foto: Archiv

Ein vertrauter Treffpunkt in der Sassenberger Innenstadt ist Geschichte: Das Café und die Bäckereifiliale Kiepenkerl  am Lappenbrink gegenüber dem Mühlenplatz bleiben geschlossen.

Für viele Sassenberger kam das Aus überraschend. Über Jahrzehnte gehörte die Bäckerei an dieser Stelle fest zum Bild der Innenstadt. Neben Brot, Brötchen und Kuchen war insbesondere das Café ein beliebter Treffpunkt. Hier wurde gefrühstückt, Kaffee getrunken, erzählt und sich zu kleineren Veranstaltungen und geselligen Runden getroffen.

Erst Anfang 2024 hatte die Kiepenkerl-Gruppe den traditionsreichen Betrieb übernommen. Zuvor war die Bäckerei mit Café von Gregor und Gabriele Haverkamp Jahrzehntelang geführt  worden. Gut zweieinhalb Jahre nach der Übernahme ist nun Schluss.

Als Grund nennt das Unternehmen die wirtschaftliche Entwicklung des Standortes. Die Umsätze hätten sich nicht so entwickelt, wie man es sich zu Beginn des Engagements in Sassenberg vorgestellt habe, erklärte Annette Mattern von der Kiepenkerl  Unternehmensleitung.

Damit verliert die Innenstadt nicht nur eine Einkaufsmöglichkeit, sondern auch einen Treffpunkt in zentraler Lage. Besonders auffällig ist die Veränderung derzeit rund um den Mühlenplatz: Die großen Fensterflächen des Geschäftslokals sind abgeklebt, die Türen bleiben verschlossen.

Wie es mit den Räumen weitergeht, ist bislang offen. Eine kurzfristige Nachnutzung steht offenbar noch nicht fest. Der bestehende Pachtvertrag läuft nach Angaben des Unternehmens allerdings noch längere Zeit weiter.

Gerade deshalb dürfte die weitere Entwicklung mit Spannung verfolgt werden. Die prominente Lage gegenüber dem Mühlenplatz gehört schließlich zu den zentralen Punkten der Sassenberger Innenstadt. Eine dauerhafte Leerstandsfläche wäre dort besonders sichtbar.

Fest steht zunächst jedoch: Wo sich bislang Kunden zum Frühstück oder Nachmittagskaffee trafen und ihre Brötchen holten, bleibt es vorerst ruhig. Für die Sassenberger Innenstadt endet damit ein weiteres Stück gewohnter Geschäfts- und Cafégeschichte.