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Theater im Stiftshof Dühlmann: Neue Therapeuten in Freckenhorst – Die KFD eröffnet eine Klinik

Lachen ist Gesund – eine uralte Weisheit, die sich auch die „Klinik am Schlossplatz“ ab Mittwoch, den 23. September um 14.30 Uhr, für ihre Therapien zu nutze macht. Dann findet für die KFD Freckenhorst im Stiftshof Dühlmann die Premiere der neuen Spielzeit ihrer Tanz- und Theatergruppe statt. Mehr allerdings wird noch nicht verraten. Nur noch so viel: Zwei der Stücke sind auf Platt, der Rest ist in verständlicher Sprache und einen Tanz wird es ebenfalls wieder geben.

Lisa Nergert wirkt ziemlich entspannt. Nicht nur weil sie seit 20 Jahren dabei und – nicht falsch verstehen – ein „alter Hase“ im Laienspieltheatergeschehen ist. Sondern auch, weil sie bei der Bühnenprobe gerade nicht benötigt wird. Hier probt erst einmal die Tanzgruppe ihren diesjährigen Tanz. Was gar nicht so einfach ist, denn die Ferien haben ihre Probentermine ziemlich auseinandergezogen. „Heute sind wir zum ersten Mal alle, zumindest fast alle, zusammen“, sagt Nergert. 16 Frauen sind sie insgesamt, davon ein Neuzugang, über den sich alle sehr gefreut haben. Hinzu kommen zwei Frauen, die für Kostüme und Maske verantwortlich zeichnen. Die Rollen, auch außerhalb der Bühne, sind klar verteilt. Bereits im April arbeiten zwei oder drei der Frauen den aktuellen Tanz aus. Im Mai geht es an die Stücke, die sie aus verschiedenen Quellen, auch im Austausch mit anderen KFDs, zusammentragen. Sie beginnen mit einer Probe wöchentlich, ohne Bühne. Die mussten „unsere Männer und ein paar Söhne“ noch aufbauen, sagt Nergert. Dankenswerterweise stellt der Stiftshof die Fläche im Saal bereits sehr frühzeitig zur Verfügung. Jetzt wo sie steht und auch die Kulissen an Gestalt gewinnen, proben sie doppelt so oft – „und wenn nötig noch öfter“, schallt es lachend aus Richtung Bühne.

„Wir haben alle Spaß an dem allen“, sagt Nergert, die als Mitglied der KG Silber-Blau den Spaß an der Freud’ bestens kennt. Dabei gehen sie sich jetzt im Endspurt sogar manchmal gegenseitig auf den Keks. „Aber irgendwie passt das“, weiß sie mit ihrer Erfahrung.

Dabei ist das Teamwork in ihrer Gruppe besonders wichtig, denn anders als viele andere Gruppen verzichten sie nicht nur auf die Souffleuse, indem sie sich bei Texthängern gegenseitig helfen, sondern mit einer schlichten kooperativen Lösung auch auf eine Regie: „Wir teilen das alles so’n bisschen auf!“ Zu viert oder fünft sprechen sie am Anfang durch, wer was spielen könnte. Dann sprechen alle darüber, die Rollen werden verteilt, es wird gelesen und: „Zu 99 Prozent passt’s!“

Wie schnell es dann endgültig passt, hängt von den Mitspielerinnen ab. Manche lernen ihre Rollen schnell, manche langsam. „Die Männer kennen das und akzeptieren, dass wir die letzten Wochen viel zusammen sind“. Auch die Bühnenbilder sind ein Gemeinschaftswerk, in das viele private Gegenstände einfließen.

Ob sich der Aufwand wie in den Vorjahren gelohnt hat, wissen sie am Ende der Saison. Jetzt fiebern sie auf die Spieltage hin, die keine klassischen Seniorennachmittage mehr kennen. „Alle Vorstellungen, ob nachmittags mit Schnittchen und Kuchen, oder abends mit Schnittchen und Suppe, sind für alle Altersgruppen da – wir haben in diesem Jahr auch die Preise halten können“, sagt Nergert, die sich freut, dass auch immer wieder junges Publikum den Weg in den Stiftshof Dühlmann und in diesem Jahr hoffentlich auch in die Klinik am Schlossplatz finden wird. Lachen ist schließlich für alle Altersgruppen gesund.

Zu einzelnen Vorstellungen sind an der Veranstaltungskasse noch Eintrittskarten erhältlich.

Klaudia Streichs Bühnenpartner Gustav wird – so viel sei vorab verraten – keine Sprechrolle haben

Nervös sind sie nicht, sondern voller Vorfreude auf die Vorstellungen – die Tanz- und Theatergruppe der KFD Freckenhorst

Fotos: Rieder