Wie können wir Lebensmittelverschwendung stoppen?

Foto: LVHS

Bildungsstätten starten Fragekampagne an Bundestagsabgeordnete.

Heute, 22.09.2020, beginnt die bundesweite Aktionswoche für mehr Lebensmittelwertschätzung: „Deutschland rettet Lebensmittel“, eine Initiative der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (www.zugutfuerdietonne.de).

Ausgehend von dieser Aktionswoche ruft die Landvolkshochschule Freckenhorst zusammen mit 44 weiteren Bildungszentren im ländlichen Raum deutschlandweit dazu auf, in den kommenden Wochen „Ihre/n“ Bundestagsabgeordnete/n aus dem eigenen Wahlkreis zu befragen, was er oder sie gegen die Lebensmittelverschwendung unternehmen möchte. Laut der  Nationalen Strategie der Bundesregierung zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung ist es das Ziel bis 2030, die Lebensmittelverschwendung in Deutschland pro Kopf auf Einzelhandels- und Verbraucherebene vom Acker über den Kühlschrank bis zum Teller zu halbieren. So sehen es der Koalitionsvertrag und die Agenda 2030 der Vereinten Nationen vor. Hierzu engagiert sich die LVHS bereits seit drei Jahren in dem bundesweiten Projekt „Mittel zum Leben“, um mit Bildungsangeboten und einer Optimierung der Gemeinschaftsverpflegung die sukzessive Vermeidung von Lebensmittelverlusten zu erreichen.

Dabei ist ggf. ein Aspekt der Corona-Krise hilfreich: die Wertschätzung von Lebensmitteln ist zumindest vorübergehend gestiegen: „Besonders in den ersten Wochen nach dem Lockdown erhielten Lebensmittel plötzlich einen viel höheren Stellenwert. Ihre Begrenztheit wurde deutlich.“, betont Umweltreferentin Karin Ziaja von der LVHS. „Das müsse der Vorgabe der Europäischen Union, Lebensmittelverluste bis zum Jahr 2030 zu halbieren, zwangsläufig weiteren Vorschub leisten”, so auch der LVHS-Direktor Michael Gennert.

Deshalb werden die Bürger nun bundesweit aufgerufen, den Bundestagsabgeordneten aus ihrem Wahlkreis eine E-Mail zu senden. Inhalt sind Fragen zu den Maßnahmen, die sie ergreifen wollen, um eine Lebensmittelverschwendung weitgehend zu vermeiden und die regionalen Strukturen in der Lebensmittelversorgung zu stärken. Weitere Fragen können nach persönlichem Interesse ergänzt werden. Mitmachen können alle Interessierten. Der vorgefertigte Fragebogen steht als Download unter www.lvhs-freckenhorst.de unter „Aktuelles“ bereit.

Die Antworten der Politiker auf die im Rahmen der Aktion gestellten Fragen sollen anschließend veröffentlicht werden. Außerdem sollen sie in Politikgespräche einfließen, die der Verband der Bildungszentren im ländlichen Raum (VBLR) führen will. Dem VBLR gehören 44 Bildungszentren an. Am Projekt „Mittel zum Leben“ beteiligen sich aktuell 18 Einrichtungen deutschlandweit. Die Federführung nimmt die KLVHS Oesede im Auftrag des Bundesverbandes wahr. Das Projekt wird inhaltlich und finanziell unterstützt durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt. Weitere Informationen unter www.mittel-zum-leben.info

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